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Tamin Asfour, KIT: "Universelle Maschinen könnten jede Aufgabe in der Produktion übernehmen." - BIld: VDW

Professor Tamin Asfour vom Karlsruher Institut für Technologie wird durch das Ziel, Maschinen für Menschen zu entwickeln, angetrieben – Assistenten, die das Leben verändern und die Lebensqualität verbessern. Diese Roboter müssten dabei humanoid sein, da die menschliche Morphologie die beste sei, um in menschlichen Umgebungen Aufgaben auszuführen.

„Die menschliche Hand wurde im Laufe der Zeit perfektioniert“, erläutert Asfour in Frankfurt, „sodass wir mit Objekten wie Messer, Gabel und Schraubendreher umgehen können.“ Auch die Umgebung wurde für den menschlichen Körper optimiert: die Höhe der Tische, die Breite der Türen, die Größe der Räume. „Das heißt, wenn man es schafft, solche Systeme nach der menschlichen Morphologie zu bauen, die meiner Meinung nach die beste ist, die wir kennen, dann wird man vielseitige Systeme erhalten, die nicht nur in der Lage sind, eine einzige Aufgabe auszuführen, sondern eine Vielzahl von Aufgaben“, ist sich der Professor am Institut für Anthropomatik und Robotik  sicher.

Wenn es ein derartiges System gebe, würde es nach Einschätzung von Asfour die Produktion nochmals revolutionieren. Die Produktion würde flexibilisiert, weil man nicht spezialisierte Roboterarme für einzelne Aufgaben benötigt, sondern man universelle Maschinen hätte, die jede Aufgabe in der Produktion übernehmen könnten.

„Wir sind der Überzeugung, dass Intelligenz ohne Körper nicht existieren kann“, sagte der Professor. „Und wenn wir die menschliche Intelligenz verstehen wollen, benötigen wir auch menschenähnliche Körper, und deshalb gibt es auch die Entwicklung von humanoiden Robotern.“