Binärer Code, Industrial Data Space, Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Fraunhofer, Industrie

Der Industrial Data Space wurde Ende 2014 von der Fraunhofer-Gesellschaft initiiert und mit Wirtschaft und Politik ins Leben gerufen. Das Ziel: Die Etablierung eines Architekturmodells für den Industrial Data Space und seine Nutzung auf internationaler Ebene. Bild: Geralt / Pixabay

Datensicherheit ist eine der Grundvoraussetzungen für die flächendeckende Einführung von Industrie 4.0. Zwölf Fraunhofer-Institute haben sich daher vor zwei Jahren zusammengeschlossen, um einen Industrial Data Space, eine intelligente Dateninfrastruktur für die Wirtschaft, zu erarbeiten. Nun ist ihr erstes Etappenziel erreicht - die Architektur für einen sicheren Datenraum ist entstanden. Erste branchenübergreifende Use Cases laufen bereits. Das vom BMBF geförderte Projekt geht mit einer Förderung in Höhe von fünf Millionen Euro nun in die zweite Runde

Diese neue Förderphase hat das Ziel, den Industrial Data Space im Zusammenspiel internationaler Architekturansätze für Industrie 4.0 zu positionieren, wie sie derzeit etwa vom Industrial Internet Consortium (USA) oder in Japans Industrial-Value-Chain-Initiative erarbeitet werden. Erste Erfolge, die deutsche Initiative bekannt zu machen, meldet Prof. Boris Otto, Forschungschef der Initiative Industrial Data Space und Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Software-und Systemtechnik ISST. „Unser Projekt ist im Rahmen der G20-Präsidentschaft Deutschlands auf enormes Interesse gestoßen. Wir stehen in Gesprächen mit Partnern unter anderem aus Argentinien, China, Indien, Japan, Mexiko und den USA.“

Damit das Zusammenspiel mit internationalen digitalen Standards gelingt, entwickelt das Projekt technische Lösungsmuster für Datensouveränität. In enger Kooperation mit dem Anwenderverein, der Industrial Data Space Association, setzen Fraunhofer-Forscher die Ergebnisse dann bei Partnerunternehmen in Use Cases um.

Auf welchem Stand Japan mit seinen Aktivitäten zu einer digitalen Infrastruktur ist, berichtet auf dem 5. Fachkongress Industrie 4.0 am 21. und 22. November in Karlsruhe Dr.-Ing. Axel Henning Saleck, Academic Member der Industrial Value Chain Initiative. Franz Böhnlein, Leiter Fertigungsplanung Standorte bei der Audi AG zeigt, wie Datenmanagement in der Produktsteuerung funktioniert und welche Rolle die Datenanalyse für den Fertigungsprozess des Automobilherstellers spielt.

 

Industrie 4.0 - treffen Sie die Macher!

Der 5. Fachkongress Industrie 4.0 - Praxis, Praxis, Praxis am 21. und 22. November 2017 in Karlsruhe diskutiert erneut die Zukunft der digitalen Fabrik. Es geht unter anderem um neue Geschäftsmodelle, Arbeit 4.0, veränderte Produktionsprozesse, Datenmanagement und Datensicherheit.

Einblicke in die Praxis geben: Franz Böhnlein, Leiter Fertigungsplanung Neckarsulm, China/CKD, Audi, Rolf Najork, Vorsitzender des Vorstands, Bosch Rexroth, Frank Rieger vom Chaos Computer Club sowie die Sieger des Industrie 4.0-Awards 2017.

ABB Stotz Kontakt in Heidelberg und SEW Eurodrive zeigen die Umsetzung von Industrie 4.0 direkt in einer Werksbesichtigung.

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