Supercomputer

Ein neuer Supercomputer (Symbolbild) kommt bald in Stuttgart zum Einsatz. - Bild: Pixabay

Profitieren werde von der dann zur Verfügung stehenden Rechenleistung vor allem die Anwendergemeinschaft aus der akademischen Forschung und der Industrie, sagte Michael Resch, Direktor des HLRS. Wesentlich komplexere Simulationen wären damit möglich.

Für den Bau der neuen Anlage sind Kosten in Höhe von 38 Millionen Euro veranschlagt. Jeweils zur Hälfte werden die Mittel vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bereitgestellt. Die Finanzierung erfolge unter der Schirmherrschaft des Gaußschen Zentrums für Supercomputing (GCS), unter dem die drei Supercomputingzentren in Deutschland zusammengeschlossen sind, hieß es.

Mit "Hawk" solle die Möglichkeit gewährleistet sein, dass neuartige Forschungsansätze erprobt werden könnten, sagte Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne). "Spitzenforschung ist heute ohne Simulationsverfahren auf Höchstleistungsrechnern nicht mehr denkbar." Sie leisteten damit "einen wesentlichen Beitrag zur Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen beispielsweise in den Bereichen Mobilität, Gesundheit und Energie".

Die derzeit in Stuttgart betriebene Anlage "Hazel Hen" des Herstellers Cray rangiert in der aktuellen Liste der Top 500, die in dieser Woche veröffentlicht wurde, mit einer Leistung von 5,6 Petaflops (Billiarden Rechenschritte pro Sekunde) auf dem 30. Platz.

Die schnellste Anlage aus Deutschland kommt aktuell aus München. Der SuperMUC-NG am Leibniz Rechenzentrum, ebenfalls aus dem Gaußschen Forschungsbund, schaffte es mit einer Leistung von 19,4 Petaflops auf den achten Platz.

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