Prof. Dr. Klaus Meerholz, Universität Köln

Prof. Dr. Klaus Meerholz, Universität Köln

 

Prof. Dr. Klaus Meerholz, Lehrstuhlinhaber am Institut für Physikalische Chemie der Universität zu Köln, ist einer der Preisträger des Innovationspreises des Landes Nordrhein-Westfalen.

DÜSSELDORF (ba). Meerholz arbeitet seit 1998 an der Entwicklung spezieller OLEDs mit dem Ziel, diese Technik an kleinste Displays anzupassen. Nur 7 Millimeter in der Diagonale sind diese Minibildschirme groß. Da die Pixelzahl auf Bildschirmen ein vordefinierter Standard ist, heißt das: je kleiner der Bildschirm, desto kleiner der einzelne Pixel. „Wenn Sie das auf 7 Millimetern machen, ist der einzelne Pixel sehr klein, etwa 5 mal 5 Mikrometer“, sagt Meerholz.

Mit seiner Arbeitsgruppe vom Fachbereich Chemie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät schaffte er es, die Pixelgröße der Displays deutlich zu senken. Die fingernagelgroßen Bildschirme könnten Daten auf Messgeräten und bei ähnlichen Anwendungen anzeigen. „Das Display kann man zum Beispiel in Videobrillen einbauen. Eine andere Möglichkeit sind Brillen, auf denen man Informationen einblenden kann,“ so Meerholz.

Zusammen mit Partnern aus der Industrie und der Fraunhofer-Gesellschaft wird die Kölner Arbeitsgruppe nun bei dem entwickelten Prototyp die Polymere so anpassen, dass sie den technischen Anforderungen industrieller Produktionsbedingungen gerecht werden.

Der vom Innovationsministerium ausgelobte Innovationspreis wird zum dritten Mal für herausragende marktrelevante Forschungsergebnisse und innovative Produkte und Dienstleistungen verliehen.