Dumas‘ neue Bestmarke von 7.57,148 Minuten steht nun an erster Stelle der Liste von Pikes-Peak-Siegern – darunter namhafte Fahrerpersönlichkeiten wie Loeb, Walter Röhrl (D), Michèle Mouton (F), Stig Blomqvist (S), Nobuhiro Tajima (J) sowie Rod Millen und dessen Sohn Rhys (beide NZ).

19,99 Kilometer, 156 Kurven, nur ein Versuch – und der gelang: Romain Dumas feierte beim legendären Pikes Peak International Hill Climb, der seit 1916 insgesamt 96 Mal ausgetragen wurde, seinen vierten Gesamtsieg. Mit dem I.D. R Pikes Peak stellte Volkswagen einen außergewöhnlichen Rennwagen auf die Räder – speziell auf die Anforderungen des berühmten Bergrennens zugeschnitten: Minimales Gewicht, größtmöglicher Abtrieb und maximale Leistung sollten die bestmögliche Performance ermöglichen.

Auf den Berg hin optimiert

Der I.D. R Pikes Peak wiegt inklusive seiner Batteriezellen unter 1.100 Kilogramm. Bei der Dimensionierung der Leistung vertraute Volkswagen auf Software-Simulationen, um das Optimum aus Energiebedarf und Leistung für den Rekordversuch am Pikes Peak zu bestimmen. In Sachen Aerodynamik galt es, den Verlust an Abtrieb durch die geringere Luftdichte am Pikes Peak zu kompensieren – weithin sichtbares Resultat dieses Versuchs: Die schlanke und flache Karosserie in Kombination mit dem riesigen Flügel am Heck.

Auch in Sachen Ladetechnik ging Volkswagen einen neuen Weg – mit dem Ziel einer möglichst schnellen und gleichzeitig umweltschonenden Ladung. Dabei gab das Reglement die Zeit vor: Eine komplette Ladung muss im Falle eines Rennabbruchs in unter 20 Minuten realisiert werden.

Glycerin-Power

Der dazu benötigte Strom wurde mit Generatoren am Fuße des Pikes Peak erzeugt– die Wahl fiel auf Glycerin als Kraftstoff, das chemisch gesehen ein Zuckeralkohol ist. Dieser Kraftstoff– der beispielsweise bei der Herstellung von Bio-Diesel entsteht – verbrennt nahezu völlig ohne schädliche Abgase oder Rückstände. Glycerin selbst ist ungiftig und wird sogar in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie als Zusatzstoff verwendet.

Zwischen Bekanntgabe und Startschuss des Pikes-Peak-Projekts am 18. Oktober 2017 und der Rekordfahrt am Pikes Peak am 24. Juni 2018 lagen gerade einmal 250 Tage. Für die Entwicklung eines reinrassigen Prototyps inklusiver innovativer, rein elektrischer Antriebstechnologie, speziellen Anforderungen an die Batterien, Aerodynamik und Fahrwerk ein höchst sportlicher Auftrag.

Mit dem neuen Rekord am Pikes Peak wurde dieser Aufwand und die unermüdliche Arbeit der Volkswagen Mechaniker, Ingenieure und vieler weiterer Mitarbeiter in Wolfsburg, am Motorsport-Standort in Hannover und nicht zuletzt bei den wochenlangen Vorbereitungen des Teams in Colorado Springs belohnt.

Viele Helfer

Mit Volkswagen R, ANSYS, Michelin, Integral e-drive sowie OMP hatte Volkswagen beim Rekordversuch am Pikes Peak starke Partner an der Seite. Mit Volkswagen R bekam der I.D. R Pikes Peak von Beginn an ein sportliches Gütesiegel, das er sich spätestens mit der Rekordfahrt verdiente. ANSYS lieferte mit der Unterstützung bei den Softwaresimulationen einen entscheidenden Baustein zum Erfolg.

So wie Reifenhersteller Michelin, der mit jahrelanger Erfahrung am Pikes Peak perfekt zugeschnittene Reifentechnologie bereitstellte. Die zusammen 500 kW (680 PS) starken E-Motoren des I.D. R Pikes Peak entstanden in Zusammenarbeit mit Partner Integral e-drive. OMP sorgte für das Tüpfelchen auf dem i – unter anderem mit der federleichten Rennbekleidung für Romain Dumas, welche die Leichtbau-Philosophie des I.D. R Pikes Peak perfekt unterstützte.

VW

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