Polierdefekte in Datenbank gesammelt 1

AACHEN (ba). In einem Transferprojekt des Sonderforschungsbereichs SFB/TR4 namens “Prozessketten zur Replikation komplexer Optikkomponenten” erarbeiteten die Forscher in Zusammenarbeit mit der schwedischen Universität Halmstad ein einheitliches Vokabular und schlüssige Erklärungsmodelle für verschiedene Polierfehler. Dabei untersuchten sie zehn Stahlsorten näher.

Als Ergebnis entstand eine Tabelle auf Basis der europäischen Norm EN ISO 8785, mit der sich typische Oberflächendefekte beim Polieren von Werkzeugstählen einordnen lassen. Eine Internetdatenbank bietet nun einen Überblick und Informationen über die verschiedenen Polierdefekte und ihre Ausprägungen.

Mit der am Fraunhofer IPT entstandenen Systematik können die Forscher nun in weiteren Schritten zuverlässige und robuste Bearbeitungsstrategien zur Vermeidung von Oberflächendefekten ableiten. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung eines weitgehend automatisierten Polierprozesses mit Hilfe eines Standard-Industrieroboters. In Zukunft soll der Roboter die Endbearbeitung komplex geformter Stahlwerkzeuge unterstützen, und zwar automatisiert und in reproduzierbarer Qualität. Die für einen weitgehend automatisierten Prozess notwendige integrierte CAD-CAM-Prozesskette wird ebenfalls entwickelt und an zwei Polierroboter-Anlagen getestet.