Graphen gilt wegen seiner Eigenschaften als vielversprechendes neues Material.

Graphen gilt wegen seiner Eigenschaften als vielversprechendes neues Material.

ERLANGEN (CH). Graphen gilt wegen seiner physikalischen und chemischen Eigenschaften als eines der vielversprechendsten neuen Materialien. Es besteht aus einer Lage von Kohlenstoffatomen, die in einem aus Sechsecken zusammengesetzten Netzwerk so angeordnet sind, dass sie den ersten wahrhaft zweidimensionalen Festkörper bilden und damit eine neue Klasse von Materialien begründet. Seine Entdeckung hat zu weltweiten Forschungsaktivitäten geführt.

Um das große Potenzial von Graphen für elektronische Anwendungen nutzen zu können, ist die Schichtherstellung auf kristallinen Halbleiterscheiben – so genannten Wafern – sehr wichtig. Hier konnten Forscher der FAU einen bedeutenden Beitrag leisten: Prof. Dr. Thomas Seyller hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Graphen in höchster Qualität auf Siliziumkarbid-Kristallen synthetisiert werden kann, was einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer graphenbasierten Elektronik darstellt. Aus Graphen-Wafern gilt es, Bauelemente herzustellen, wobei die Graphenschichten für elektronische Anwendungen ansteuerbar zu machen sind und somit das Trägermaterial Siliziumkarbid, das als integrierte Ansteuerelektrode verwendet werden kann, ins Spiel kommt. Mit diesem Wissen ist es möglich, optimale, integrierte Elektroden für Graphen maßzuschneidern. Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten sowohl in der Forschung als auch in der Anwendung.