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Zu diesem Ergebnis kommt eine detaillierte Deutschland-Auswertung der globalen PwC-Studie "Sizing the prize. What's the real value of AI for your business and how can you capitalise?", die darüber hinaus zeigt, dass das weltweite Potenzial bei 15,7 Billionen US-Dollar liegt. Das entspricht einem Zuwachs von rund 14 Prozent bis 2030. Die Studie ist der Auftakt zu einer Serie über die Auswirkungen von KI auf einzelne Branchen.

Game Changer: KI verändert - fast - alles

"Künstliche Intelligenz hat das Potenzial zum 'Game Changer'", sagt Christian Kirschniak, Head of Data & Analytics Advisory PwC Europe. "Dank KI-Technologien wird es in naher Zukunft viele Dinge geben, die wir uns heute nicht vorstellen können und die weit über simples Automatisieren oder Beschleunigen hinausgehen."

Das deutsche KI-Potenzial von 430 Milliarden Euro bis 2030 basiert auf zwei Säulen: Unternehmen bringen neue, innovative Produkte auf den Markt, die qualitativ hochwertiger und stärker auf den einzelnen Kunden zugeschnitten sind. Dies wird die Nachfrage ankurbeln und dürfte der Studie zufolge fast 60 Prozent des KI-Zuwachses ausmachen.

Dieser Effekt ist damit stärker als die zweite Säule - die Effizienzgewinne, die durch KI-Technologien entstehen. Das deckt sich mit den weltweiten Zahlen: Mit 9,1 Billionen US-Dollar entfällt der größere Teil des KI-Potenzials von insgesamt 15,7 Billionen US-Dollar auf Innovationen.

China und die USA spüren den AI-Effekt am stärksten

Im Ländervergleich dürften China und die USA am stärksten vom KI-Boom profitieren. Für China haben die PwC-Experten errechnet, dass die Wirtschaft bis 2030 allein durch KI um mehr als ein Viertel wachsen dürfte. Das entspricht einem Potenzial von sieben Billionen US-Dollar. In Nordamerika sind es 3,7 Billionen US-Dollar (knapp 15 Prozent).

Für Nordeuropa beziffern die Experten das Wachstumspotenzial auf rund zehn Prozent. Mit mehr als elf Prozent steht Deutschland damit im Vergleich zu seinen Nachbarländern gut da.

"Deutschland profitiert in besonderem Maße von künstlicher Intelligenz", kommentiert Kirschniak. "Der Anteil der Branchen, in denen starke Produktivitätssteigerungen durch KI möglich sind, ist hier überdurchschnittlich hoch." Das betreffe etwa die industrielle Fertigung.

  • Platz 6: Drohnen. Nur bei zwei Prozent der Befragten sind die fliegenden Helferlein bereits im Einsatz. Vier Prozent planen zumindest, sie einzusetzen

    Platz 6: Drohnen. Nur bei zwei Prozent der Befragten sind die fliegenden Helferlein bereits im Einsatz. Vier Prozent planen zumindest, sie einzusetzen. - Quelle: Statista, Bild: Pixabay

  • Platz 5: Künstliche Intelligenz (KI) wird aktuell von neun Prozent eingesetzt. Doch 20 Prozent planen den Einsatz im eigenen Unternehmen - mehr als doppelt so viele also

    Platz 5: Künstliche Intelligenz (KI) wird aktuell von neun Prozent eingesetzt. Doch 20 Prozent planen den Einsatz im eigenen Unternehmen - mehr als doppelt so viele also. - Quelle: Statista, Bild: Pixabay

  • Platz 4: Humanoide Roboter. Aktuell nutzen 12 Prozent der befragten Unternehmen die menschenähnlichen Kunstwesen. Doch für die Zukunft wollen 22 Prozent mit humanoiden Robotern arbeiten

    Platz 4: Humanoide Roboter. Aktuell nutzen 12 Prozent der befragten Unternehmen die menschenähnlichen Kunstwesen. Doch für die Zukunft wollen 22 Prozent mit humanoiden Robotern arbeiten. - Quelle: Statista, Bild: Pixabay

  • Platz 3: Virtual Reality. Die VR hat schon bei 13 Prozent der befragten Unternehmen Einzug gehalten. Doch 33 Prozent planen den Einsatz in der Zukunft. Ein kräftiger Zuwachs

    Platz 3: Virtual Reality. Die VR hat schon bei 13 Prozent der befragten Unternehmen Einzug gehalten. Doch 33 Prozent planen den Einsatz in der Zukunft. Ein kräftiger Zuwachs. - Quelle: Statista, Bild: Maurizio Pexce/Wikimedia/CC-BY-2.0

  • Platz 2: 3D-Druck. Egal, ob Kunststoff oder Metall - der 3D_Druck ist in der modernen Fertigung angekommen: 18 Prozent nutzen ihn bereits und 37 wollen ihn bald einsetzen

    Platz 2: 3D-Druck. Egal, ob Kunststoff oder Metall - der 3D_Druck ist in der modernen Fertigung angekommen: 18 Prozent nutzen ihn bereits und 37 wollen ihn bald einsetzen. - Quelle: Statista, Bild: Trumpf

  • Platz 1: Verbundene Sensoren. Keine andere abgefragte Technologie ist bereits so weit im Markt verbreitet: 39 Prozent setzen sie bereits und 64 Prozent (sic!) planen den Einsatz

    Platz 1: Verbundene Sensoren. Keine andere abgefragte Technologie ist bereits so weit im Markt verbreitet: 39 Prozent setzen sie bereits und 64 Prozent (sic!) planen den Einsatz. - Quelle: Statista, Bild: Vision Components

Gesundheitsbranche und Automobilsektor besonders betroffen

Um die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Produkte und Services verschiedener Branchen zu analysieren, haben die PwC-Experten den Artificial Intelligence Impact Index entworfen (Details zur Methodik siehe Fußnote). Mit jeweils 3,7 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 ist demnach der Einfluss auf die Healthcare-Branche und die Automobilindustrie am stärksten. Es folgen die Finanzbranche (3,3) und der Transport- und Logistiksektor (3,2).

"Künstliche Intelligenz wird zahlreiche Branchen disruptiv verändern", sagt Kirschniak. "Unternehmen, die sich nicht schnell genug anpassen und die neuen Technologien rasch adaptieren, laufen Gefahr, von agileren und innovativeren Konkurrenten überrundet zu werden."

Etablierte Unternehmen müssen Strukturen überdenken

Absehbar ist auch, dass durch den Durchbruch der künstlichen Intelligenz Arbeitsplätze wegfallen. Maschinen übernehmen repetitive Tätigkeiten, die bislang Menschen ausgeführt haben. Auf der anderen Seite entstehen aber neue Jobs und Berufsbilder: Um den reibungslosen Verkehr in einer fahrerlosen Welt sicherzustellen, wird es beispielsweise Lotsen geben, die den Verkehr steuern wie Fluglotsen dies heute im Luftraum tun.

"Wir werden in allen Branchen Arbeitskräfte brauchen, die kreativ über den Einsatz von KI nachdenken", sagt PwC-Partner Kirschniak. "Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, geeignete Mitarbeiter für diese Aufgaben zu finden und zu rekrutieren. Um attraktiv und wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen deshalb insbesondere etablierte Firmen generell ihre Strukturen überdenken. Denn in fünf oder zehn Jahren werden wir möglicherweise Unternehmen als Marktführer erleben, die heute noch gänzlich unbekannt sind."

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