Erstellung einer langfristigen Dekarbonisierungsstrategie

Die Erstellung einer langfristigen Dekarbonisierungsstrategie wird vom Bund gefördert. (Bild: ijeab / Getty Images)

Aus guten Gründen setzen sich immer mehr Unternehmen zum Ziel, klimaneutral zu werden. Wer richtig grün werden will, muss jedoch genau wissen, welche Emissionen überhaupt wo anfallen und wie diese ökonomisch reduziert werden können. Eine fundierte Analyse und ein sinnvoller Maßnahmenplan sind deshalb unabdingbar. Das Gute: Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) können Unternehmen ihr Transformationskonzept staatlich fördern lassen. Bestimmte Standards sind dabei Voraussetzung.

Erstellung einer Emissionsbilanz

Bestandteil eines förderfähigen Transformationskonzepts ist eine Treibhausgasbilanz auf Grundlage des sogenannten GHG-Protokolls (Greenhouse Gas Protocol) bzw. von ISO 14064-1. Als Treibhausgase werden alle relevanten Gase gemäß Kyoto-Protokoll eingerechnet, also neben CO2 auch CH4, N2O, HFC, PFC, SF6, NF3 und VOC. Bei der Erfassung wird dabei zwischen drei Arten von Emissionen unterschieden: Der erste Bereich ("Scope 1") umfasst alle Arten an Treibhausgasen, die eine Unternehmen direkt freisetzt. Hierzu gehören zum Beispiel Abgase aus eigenen Kraftwerken, dem Betrieb von Kühlaggregaten oder Fahrzeugen. Zum zweiten Bereich ("Scope 2") zählen Emissionen, die indirekt über den Bezug von Strom, Dampf, Wärme oder Kälte "eingekauft" werden. Der letzte Bereich ("Scope 3") beinhaltet alle Treibhausabgase, die ebenfalls außerhalb von Unternehmen, beispielsweise entlang der Lieferketten, bei der Nutzung von Produkten oder deren Entsorgung entstehen. Scope 3 ist bei der Erstellung einer Bilanz jedoch freiwillig. Alle anderen Emissionen müssen hingegen gemessen, berechnet und zugeordnet werden. Die externe Prüfung bzw. Zertifizierung einer solchen Datenerhebung ist förderfähig.

Aufstellung eines Maßnahmenplans

Aus der Analyse ergeben sich die Hebel, an denen ein Unternehmen ansetzen kann, immer um Energieeffizienz, also Einsparungen beim Verbrauch und um den Einsatz von regenerativen Energien, also etwa die Nutzung von PV-Strom. Erstes Etappenziel bei förderfähigen Transformationskonzepten ist eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 40% in den ersten zehn Jahren. Wichtig dabei: Es dürfen keine Kompensationen von CO2-Emissionen, z.B. CO2-Zertifikate, verrechnet werden. Ebenso wenig dürfen bilanzielle Einsparungen, eine Verringerung bzw. Auslagerung der Produktion oder eine Qualitätsminderung bei Produkten einbezogen werden.

Photovoltaik-Anlage
Photovoltaik-Anlagen sind ein zentraler Baustein der Energiewende und können Ausgangspunkt neuer ganzheitlicher Energielösungen für Unternehmen sein. (Bild: scanrail / Getty Images)

Von der Förderung profitieren

Für Unternehmen lohnt sich der Weg in die Klimaneutralität langfristig immer. Mit der "Bundesförderung Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft" lassen sich die Investitionen noch rascher amortisieren. Für das Transformationskonzept sind für große Unternehmen bis zu 50 Prozent Zuschuss drin, für kleine und mittlere Unternehmen sogar 60 Prozent. Eigenleistungen sind zwar nicht förderfähig, die maximale Förderhöhe ist aber erst bei 80.000 Euro gedeckelt. Unternehmen können also zügig mit ihrer Transformation starten, ohne die eigene Liquidität zu belasten.

Ein solides Konzept als Startvorteil

Eine Transformation gelingt in der Regel nicht von heute auf morgen, sondern ist eine Aufgabe von vielen Schritten, die sich gegebenenfalls auf mehrere Jahre verteilen. Ein solides Grundkonzept ist deshalb entscheidend für den Erfolg. Empfehlenswert ist eine professionelle Beratung im Vorfeld, wie durch die Energieexpert:innen von EWE. Diese bewerten objektiv, welche Maßnahmen sinnvoll sind, und überführen die gewonnenen Erkenntnisse in ein kontinuierliches Klimaschutzmanagement, das Schritt für Schritt zur Klimaneutralität führt.

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