LONDON (Dow Jones/ks)–Diese Subventionssteigerung sei möglich, wenn die Regierungen ihre politischen Zusagen und Pläne zur CO2-Reduzierung und Senkung von Beihilfen für fossile Energieträger einhalten, erklärte die Internationale Energie-Agentur (IEA) am Dienstag. Zwei Drittel der künftigen Subventionen sollen in die Stromerzeugung aus regenarativen Energien und ein Drittel in Biokraftstoffe fließen.
Wie die IEA in ihrem diesjährigen Ausblick weiter prognostizierte, sind in dieser Summe nicht die Zusatzkosten für die Netzintegration erneuerbarer Energien wie Wind- und Solarkraft enthalten. “Erneuerbare haben jetzt den Mainstream erreicht, wie die Zahlen zeigen, kosten aber viel Geld”, sagte Fatih Birol, Chef-Ökonom der IEA, zu Dow Jones Newswires. Im vergangenen Jahr lag die staatliche Förderung nach IEA-Angaben bei rund 57 Mrd Dollar. Bis 2015 soll dieser Betrag auf über 100 Mrd Dollar pro Jahr anwachsen. Die Gesamtsumme der Investitionen in erneuerbare Energien von 2010 bis 2035 dürfte sich auf 5,7 Bill Dollar belaufen, prognostizierte die IEA.
Der Anteil regenerativer Erzeugungsarten an der weltweiten Stromproduktion soll laut IEA bis 2035 auf gut ein Drittel wachsen von 19% im Jahr 2008. Allerdings könnte dieser Anteil genauso wie die Förderung von Erneuerbaren höher sein, wenn sich die Staaten an ihre Klimaschutzsagen vom vergangenen Jahr in Kopenhagen hielten.
Zu den wichtigsten Herausforderungen der Zukunft gehöre die Reduzierung von Subventionen für fossile Energieträger, die im vergangenen Jahr bei 312 Mrd Dollar lagen. “Die Senkung derartiger Subventionen könnte einen großen Beitrag leisten, um die Klimaschutz- und Effizienzziele zu erreichen”, heißt es in dem IEA-Ausblick.