CeBIT 2011: Antworten auf komplexe Fragen 1

Seit Mai 2010 an Bord der Deutschen Messe AG ist Frank Pörschmann dieses Jahr zum ersten Mal verantwortlich für die CeBIT. Der Leiter des Geschäftsbereiches CeBIT stand Produktion Rede und Antwort.
HANNOVER (ilk). Neue Besen kehren gut: Herr Pörschmann, wie sieht für Sie die ideale CeBIT aus und wie stark können Sie sich 2011 diesem Ideal schon annähern?
Als internationale Leitveranstaltung der digitalen Industrie liegt die dynamische Veränderung in den Genen der CeBIT. Unser Ziel ist es, den Ausstellern einen internationalen Markt- und Kommunikationsplatz zu schaffen, auf dem sie neue Geschäftskontakte in alle Welt knüpfen können. Die CeBIT 2011 – das können wir jetzt sagen – wird eine hervorragende Veranstaltung. Die wesentlichen Player der internationalen ITK-Branche kommen nach Hannover, wir haben die richtigen Themen gesetzt, wie etwa ‚Work and Life with the Cloud‘, IT-Sicherheit, Maschine-to-Maschine-Kommunikation und viele mehr.

Sind Sie mit der Anzahl der Aussteller zufrieden, und mit wie vielen Besuchern rechnen Sie?
Das Interesse an der CeBIT steigt deutlich. Viele Unternehmen beteiligen sich umfangreicher und wollen die vielseitigen Möglichkeiten, die eine CeBIT bietet, noch intensiver nutzen. Sie bringen sich in den Foren ein, stellen Sprecher bei den CeBIT Global Conferences, treten als Sponsoren bei Veranstaltungen auf oder vergrößern ihre Stände. Die CeBIT wird in diesem Jahr ihre Relevanz für die internationale ITK-Branche weiter deutlich steigern – gerade auch vor dem Hintergrund, dass in den vergangenen zwei Jahren weltweit 60 Messen im ITK-Umfeld abgesagt wurden. Für die Aussteller ist es uninteressant, wie viele Besucher in Summe zur CeBIT kommen, entscheidend ist für sie, wie viele Geschäftskontakte sie durch ihren Messeauftritt und unsere weiteren Serviceangebote realisieren können.

Was sind aus Ihrer Sicht die großen Trends der CeBIT 2011?
Im Zentrum der CeBIT 2011 steht das Thema ‚Work and Life with the Cloud‘. Cloud-Konzepte führen schon jetzt zu einer strukturellen Neuordnung des Marktes. Ein Milliarden-Markt ist mitten in einem tief greifenden Transformationsprozess. Das Thema wird auf den Ständen vieler Aussteller zu sehen und zu erleben sein – in sehr konkreten Anwendungsformen. Wir sprechen bewusst von ‚Work and Life with the Cloud‘, weil es weit mehr ist als Cloud Computing. Cloud-Services ziehen sich mittlerweile durch alle Lebens- und Arbeitswelten. Es gibt viele Berührungspunkte – vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern, und das aus allen Bereichen. Hinzu kommt, dass die Technologien und Lösungen mittlerweile reif und beherrschbar sind. Das ist eine ganz neue Qualität. Die Betonung liegt daher auch auf ‚with the Cloud‘.

Aus welchen Gründen sollten Geschäftsführer mittelständischer produzierender Unternehmen die CeBIT 2011 besuchen?
Gerade für die Steuerung kleiner und mittlerer Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe bietet die CeBIT eine ganze Palette von Lösungen immer komplexerer Fragestellungen an: Ressourcenplanung, Kundenmanagement, Maschinendurchlaufzeiten-Optimierungen, M2M communication, Maschinen-Fernwartung, Embedded Solutions, Finanzmanagement, Gehaltsabrechungen, Effizienzsteigerung durch besseres internes Informationsmanagement, Effizienzpotenziale in Büro und Produktion – die Ansätze sind vielfältig. Und die Möglichkeit, sich durch eine gezielte Investition – beispielsweise in eine sichere Cloud – kann bei produzierenden Unternehmen den entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern. Und: Entscheider aus dem Mittelstand können sich informieren und direkt die Angebote und Lösungsansätze vergleichen.