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Für die sichere Datenübertragung zu HD-Videokameras am RTG hat Igus den d-rover entwickelt. Das System koppelt sich schnell über einen ein- und ausfahrbaren Teleskoparm an den Portalkran und gewährleistet so eine ununterbrochene High-Speed-Datenübertragung. Bild: Igus

Gummibereifte Portalkrane sind aus den Hafenanlagen der Welt nicht mehr wegzudenken. Mit dem d-rover bietet der motion plastics Spezialist Igus eine Lösung, um diese RTGs (rubber tyred gantry cranes) schnell und sicher mit Daten zu versorgen – und das auf Verfahrwegen von über 800 m.

Der Container-Umschlag ist ein wichtiger Baustein in der globalen Handelslogistik, in den europäischen Häfen an der Nordsee ebenso wie in den Häfen an der chinesischen Ostküste. Gummibereifte Portalkrane sind dort im Einsatz; zwischen ihren Säulen können sie Container nebeneinander und übereinander anordnen. Immer mehr dieser RTGs werden nicht mehr konventionell per Diesel, sondern in den Fahrgassen rein elektrisch betrieben und daher mit einer Energie- und/oder Datenversorgung gekoppelt.

Für die sichere Datenübertragung, beispielweise zu HD-Videokameras am RTG, hat Igus den d-rover entwickelt. Das System koppelt sich schnell über einen ein- und ausfahrbaren Teleskoparm an den Portalkran und gewährleistet so eine ununterbrochene High-Speed-Datenübertragung, heißt es. Mit chainflex LWL-Leitungen sind dabei höchste Datenraten von bis zu 10 GBit/s möglich - auch bei Verfahrwegen von 800 m und mehr. Bei der Verfahrgeschwindigkeit der RTGs gebe es keine Einschränkungen.

Neben dem d-rover bietet Igus den e-rover an, mit dem motorbetriebene RTGs einfach elektrifiziert werden können, um so Energiekosten und Umweltemissionen zu reduzieren. Sobald ein RTG am Energiekettensystem ‚eingesteckt’ wurde, wird die Energieversorgung über den Dieselbetrieb eingestellt. Derzeit sind Leitungen mit einem Querschnitt von 180 mm² pro Phase umsetzbar. Das System funktioniert über einen Teleskoparm am RTG, der ein- und ausfahren kann. Dies hat gleich zwei Vorteile: Zum einen wird damit ein automatisches Koppeln ermöglicht und die Energiekette, in der alle Medien gleichzeitig geführt werden können, vom RTG mitgezogen. Damit ist die Versorgung von Energie und Daten gewährleistet. Zum anderen können dadurch horizontale und vertikale Unebenheiten und Versätze im Verfahrweg ausgeglichen werden, so Igus.