Ro-Ber_Effiziente Auslastung von Maschinen und Anlagen_Palettieren_

Nur wenn zeitnah alle Produktions- und Logistikdaten aller am Gesamtprozess beteiligten Maschinen und Anlagen vorliegen, können diese auch entsprechend flexibel reagieren. Bild: Ro-Ber

Das automatisierte Palettieren von Produkten - verpackt in Kartons und Behältern - ist eigentlich ein sehr einfacher Prozess, der sich bei minimaler Betrachtung auf die Schritte ‚Produkt aufnehmen’ und ‚Produkt ablegen’ zergliedern lässt. Die Komplexität steigt, wenn einerseits die über eine Fördertechnik sortenrein angelieferten Produkte plötzlich und häufig wechseln, so dass dann auch noch ein Schritt ‚Produkt erkennen’ hinzukommt. In einer weiteren Komplexitätsstufe könnten die Produkte sogar chaotisch angeliefert werden, so dass folgerichtig auch der Schritt ‚Produkt sortieren’ vor dem Aufnahmevorgang erfolgen muss oder der Schritt ‚Produkt verteilen’ nach dem Aufnahmevorgang.

Bei genauerer Betrachtung zeigt sich also, dass bei höherer Varianz oder sogar höherer Frequenz von Änderungen innerhalb der der Palettierung vorgeschalteten Produktion dies auch unmittelbar Auswirkungen auf die Palettierung hat. Nur wenn zeitnah alle Produktions- und Logistikdaten aller am Gesamtprozess beteiligten Maschinen und Anlagen vorliegen, können diese auch entsprechend flexibel reagieren. Ro-Ber Industrieroboter etwa bietet bereits seit längerer Zeit Palettierroboter und Palettieranlagen mit systemübergreifender Steuerungs- und Datentechnik an.

Zur Realisierung von Industrie-4.0-Strukturen ist immer eine ganzheitliche Softwarearchitektur und Betrachtung notwendig. Im Fall der Palettierung ist also schon bei der Produkt- und Verpackungsentwicklung auch die effiziente Palettierung zu betrachten. Effiziente Palettierung bedeutet hier immer eine höchstmögliche Leistung und Flexibilität bei geringstem Maschineneinsatz und höchstmöglicher Ladungsträgernutzung, auch unter Betrachtung von notwendigen Transportvolumina in der nachfolgenden Transportlogistik.

Ro-Ber Industrieroboter werde diesem Anspruch durch den Einsatz des Softwarepaketes Ro-Pack gerecht. Ro-Pack ermögliche die mehrstufige Optimierung unter Beachtung des Produktes, der Transportverpackung, der einzusetzenden Ladungsträger und der Transportlogistik. Auch übernimmt die Software quasi die Programmierung des Roboters und aller notwendigen Peripheriekomponenten der Palettieranlage. Packpläne könnten so ohne Programmierkenntnisse erstellt werden.

Im gesamten Kontext darf natürlich der Faktor ‚Mensch’ nie vernachlässigt werden, der einerseits Bedienschritte vollziehen, andererseits aber auch notwendige Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten ausführen muss. Die dazu existentiellen Informationen und auch Maßnahmen sind - entsprechend aufbereitet - zu visualisieren. Bei den von Ro-Ber installierten Palettierroboteranlagen wird jeweils auch eine Datenerfassung durchgeführt. Angefangen von Fehlermeldungen, Signalen und Signalverläufen werden auch – anonymisierte – Bedienschritte protokolliert. Grafisch visualisieren und auswerten lassen sich diese Daten mit dem Softwarepaket Ro-BerTa, so dass jederzeit Anlagenzustände analysiert werden können und somit noch vor dem Ausfall reagiert werden kann.

Durch die systemübergreifende Softwarearchitektur, angefangen von der Produktion, über die Verpackungsanlage bis hin zur Palettierung, kann eine effiziente Auslastung der Palettieranlagen erzielt werden. Bei hohen Stückzahlen können die Palettierroboter automatisch schneller laufen, bei Einsatz einer zentralen Palettieranlage können die Produktströme entsprechend verteilt werden. Bei Einsatz des Ro-Ber Standard-Interface Ro-Si können die Roboter auch untereinander direkt Daten austauschen und so die Auslastung untereinander abwickeln.