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Produktionsmanager benötigen stets einen aktuellen Überblick über den Status der Fertigungsaufträge und die Ressourcenverfügbarkeit, damit sie Engpässe frühzeitig erkennen und entsprechend nachsteuern können. Eine App, die neben den erforderlichen Details auch den jeweiligen Auftragsstatus durch leicht erkennbare Ampelsymbole darstellt, liefert eine schnelle Übersicht. Bild: Engomo

Die Produktionskapazitäten vorhandener Ressourcen optimal auszulasten, ist für produzierende Unternehmen ein wesentlicher Erfolgsfaktor. In der Fertigung ist es daher entscheidend, Durchlauf-, Rüst- und Standzeiten möglichst gering zu halten, um jederzeit auf die Bedürfnisse des Markts reagieren zu können. Die Planung muss flexibel gestaltet sein und kurzfristige Eingriffe zulassen. Starre Systeme, umständliche Planungen auf dem Papier und manuelle Datenprozesse werden diesen Ansprüchen nicht gerecht. Sind aktuelle Daten jedoch direkt an der Maschine per Smartphone oder Tablet abrufbar, können Unternehmen ihre Produktionsabläufe effizienter gestalten und den wachsenden Ansprüchen an Qualität, Termintreue und kurze Durchlaufzeiten gerecht werden. Möglich wird dies mit einer individuellen App, die direkt an das unternehmenseigene ERP-System sowie die Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme (PPS) angebunden ist.

In der Fertigung wird häufig noch mit papierbasierter, manueller Dokumentation gearbeitet – selten ist ein PC mit Zugang zu den relevanten Systemen direkt an den Fertigungsanlagen verfügbar. Das erfordert insbesondere von Produktionsmanagern und Schichtführern einen ständigen Spagat zwischen dem PC-Bildschirm im Büro und der eigentlichen Produktionshalle. Denn damit die Produktion reibungslos funktioniert, müssen Informationen aus dem PPS an den Produktionsanlagen zur Verfügung stehen – und umgekehrt. Von Fertigungsplänen über Kundenauftragslisten und Übersichten zur Materialverfügbarkeit bis hin zu Einstellkarten für die Maschinen: Sämtliche Dokumente werden erst digital erstellt und anschließend doch wieder ausgedruckt oder handschriftlich übertragen, um sie an die Maschine mitnehmen zu können. Fehlt dort dann eine Information, muss ein Mitarbeiter diese erst wieder am PC prüfen. Umgekehrt sammelt der Arbeiter in der Fertigung Informationen wie Mengenrückmeldungen oder geänderte Maschineneinstellungen zunächst auf Papier, bevor er sie wiederum manuell in die Backend-Informationssysteme überträgt.

Dieser aufwendige und fehleranfällige Prozess lässt sich optimieren, indem Unternehmen Apps zur mobilen Fertigungsplanung und -steuerung einsetzen, die an alle beteiligten Systeme angebunden sind – sowohl an die Warenwirtschafts- als auch die Produktionssteuerungssysteme. Eine App mit den passenden Funktionalitäten zur Reihenfolgefeinplanung, Überwachung von Aufträgen, zum Management von Maschineneinstellungen und Maschinenstatus sowie zur Mengenrückmeldung sorgt dafür, dass alle benötigten Informationen da verfügbar sind, wo sie wirklich gebraucht werden: direkt vor Ort an der Maschine in der Produktionshalle. Gleichzeitig können die Daten auch wieder von der Linie oder der Maschine zurück ins System gespielt werden. Das bedeutet für alle Mitarbeiter eine enorme Zeitersparnis, da sie keine Daten mehr manuell aus dem oder in das System übermitteln müssen. So können sie nicht nur schneller auf Probleme reagieren, es gibt auch deutlich weniger Übertragungsfehler und die Datenqualität und -aktualität verbessert sich spürbar.

Produktionsmanager benötigen stets einen aktuellen Überblick über den Status der Fertigungsaufträge und die Ressourcenverfügbarkeit, damit sie Engpässe frühzeitig erkennen und entsprechend nachsteuern können. Eine App, die neben den erforderlichen Details auch den jeweiligen Auftragsstatus durch leicht erkennbare Ampelsymbole darstellt, liefert eine schnelle Übersicht. Idealerweise kann eine solche App auch den Maschinenstatus abbilden und – bei technischen Problemen oder Engpässen – Push-Benachrichtigungen senden. So sind die Verantwortlichen unmittelbar informiert, können schnell eingreifen und Standzeiten deutlich reduzieren. Mithilfe einer zusätzlichen Applikation zur Maschinensteuerung können Mitarbeiter auch Maschineneinstellungen abrufen – ob über mobile Geräte oder auch über stationäre, in unmittelbarer Nähe der Maschinen angebrachte Tablets: Die Mitarbeiter sehen die aktuellen Einstelldaten mobil ein und protokollieren jede Änderung nachvollziehbar im System.

Manche Hersteller bieten solche Steuerungs-Apps bereits für einzelne Maschinen an, können damit aber natürlich kein Gesamtbild der Produktion abbilden. Daher lohnt es sich für produzierende Unternehmen, in eine umfassende App zu investieren, die nicht nur alle relevanten Informationen bereitstellt, sondern auch einen direkten Zugriff auf angebundene Backend-Systeme ermöglicht. Eine solche App von externen Spezialisten programmieren zu lassen, bedeutet jedoch einen hohen finanziellen Aufwand. Die kostengünstige Alternative hierzu ist die Nutzung einer Konfigurationsplattform für Apps, wie beispielsweise Engomo. Wie bei einem Baukasten können Unternehmen auf der Plattform einzelne Funktionen bedarfsspezifisch auswählen und zusammenstellen. Auch das Design lässt sich individuell anpassen – Programmierkenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Eine solche Softwareplattform, die als Backend-Konnektor zwischen die mobilen Endgeräte und die unternehmenseigene IT geschaltet ist, ermöglicht zudem die einfache Anbindung wichtiger Systeme wie ERP und PPS. Mit wenig Aufwand und geringen Investitionskosten können so auch mittelständische Unternehmen ihre eigene Fertigungssteuerungs-App erstellen – und ihre Produktion damit maßgeblich optimieren.