"Generell sollten sich Entwickler darauf einstellen, dass sehr viel mehr Flexibilität und

"Generell sollten sich Entwickler darauf einstellen, dass sehr viel mehr Flexibilität und Individualität von ERP-Software gefordert sein werden", erklärt Planat-Geschäftsführer Christian Biebl. - Bild: Planat

Eine Studie des Stuttgarter IT-Beratungshauses Planat zeigt neben erwarteten Markttrends aktuelle Risiken und Zukunftschancen für ERP-Anbieter auf.

Flexibilität und Anpassbarkeit – das sind laut den IT-Beratern von Planat die beiden wichtigsten Trends, die IT-Experten heute für die Entwicklung von ERP-Software definieren. 49 Prozent der im Rahmen der Studie “ERP-Systeme und Trends” befragten IT-Profis sehen nur für flexible und anpassungsfähige Software-Entwicklungen eine Zukunft.

Doch auch die Bedienfreundlichkeit der Systeme wird als äußerst relevant eingestuft: 18 Prozent der Befragten nennen Usability als künftig entscheidendes Kriterium für ein erfolgreiches ERP-System. “Generell sollten sich Entwickler darauf einstellen, dass sehr viel mehr Flexibilität und Individualität von ERP-Software gefordert sein werden. Zur gleichen Zeit möchten Nutzer aber auch keine Abstriche in der Benutzerfreundlichkeit machen”, erklärt Planat-Geschäftsführer Christian Biebl.

Tops und Flops für ERP-Entwickler

Um den Ansprüchen des Marktes, den hohen Kundenwünschen und vor allem der anhaltenden Digitalisierung gerecht werden zu können, sollte die Leistungsfähigkeit der bisherigen ERP-Systeme verbessert werden. Davon gehen zwölf Prozent der befragten IT-Experten aus. Nur jeder Zehnte vermutet die Lösung in der Auslagerung von ERP-Komponenten in die Cloud. Neun Prozent der Befragten wünschen sich mehr Mobilität von ERP-Systemen.

Allerdings fördert die Studie auch einige Gründe für ein Scheitern von ERP-Systemen zutage: So vermuten 57 Prozent der Befragten, dass ERP-Systeme oft einer unflexiblen Systemstruktur zum Opfer fallen. 26 Prozent gehen davon aus, dass die Programmierung nicht den Anforderungen der fortschreitenden Digitalisierung entspricht. Jeder Zehnte der befragten IT-Experten vermutet, dass ERP-Systeme missglücken, wenn die Programmierung die Anforderung der Branche nicht erfüllt. Fünf Prozent gehen davon aus, dass die Überfrachtung der Systeme mit Funktionen und Features zu sehr vom Wesentlichen ablenkt.

Planat / Stefan Weinzierl