Google Android

Die Europäische Kommission hat offiziell eine Kartellklage gegen den Internetkonzern Google wegen des mobilen Betriebssystems Android eingeleitet. - Bild: Google/kru

Die EU-Behörde wirft dem US-Konzern vor, die marktbeherrschende Stellung unter Verstoß gegen die EU-Kartellvorschriften missbräuchlich auszunutzen. Die Kommission habe ihre vorläufige Auffassung der Beschwerdepunkte Google gegenüber dargelegt.

Die Kommission ist der Auffassung, dass Google eine Strategie für Mobilgeräte verfolgt, um seine beherrschende Stellung bei der allgemeinen Internetsuche zu wahren und auszubauen. So habe Google erreicht, dass die Google-Suche auf den meisten in Europa verkauften Android-Geräten vorinstalliert und als Standardsuchdienst bzw. einziger Suchdienst festgelegt ist, hieß es in einer Mitteilung der EU-Kommission. Zudem werde Konkurrenten auf dem Suchmaschinenmarkt auf diese Weise der Marktzugang über konkurrierende mobile Browser und Betriebssysteme versperrt.

"Das Verhalten von Google hat direkte Auswirkungen auf Verbraucher, da es ihnen den Zugang zu innovativen intelligenten Mobilgeräten versperrt, bei denen andere, möglicherweise bessere Versionen des Betriebssystems Android verwendet werden", so die Kommission.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hatte im April vergangenen Jahres eine formelle Untersuchung des Umgangs von Google mit dem Android-Betriebssystem eingeleitet. Seinerzeit hatte sie Google zudem verklagt, weil der Konzern bei den Ergebnissen seiner Suchmaschine die eigenen Shopping-Seiten bevorzugt haben soll. Vorwürfe, die der Konzern bestreitet.