Die EU-Kommission vertieft ihre Untersuchungen gegen Google in Bezug auf Anschuldigungen, das

Die EU-Kommission vertieft ihre Untersuchungen gegen Google in Bezug auf Anschuldigungen, das Unternehmen nutze seine Marktmacht bei Anzeigengeschäften mit Webseitenbetreibern aus und kopiere Inhalte von rivalisierenden Seiten. - Bild: Google Screenshot/Hecht

Die EU-Kommission vertieft ihre Untersuchungen gegen Google in Bezug auf Anschuldigungen, das Unternehmen nutze seine Marktmacht bei Anzeigengeschäften mit Webseitenbetreibern aus und kopiere Inhalte von rivalisierenden Seiten.

Es ist ein Signal, dass die EU ihr bereits laufendes formelles Kartellverfahren ausweiten könnte.

Die Wettbewerbshüter haben mit Fragebögen bei betroffenen Unternehmen mehr Informationen über Googles Geschäftspraktiken angefordert. Das geht aus Dokumenten hervor, in die das Wall Street Journal Einblick hatte.

Die EU hat zu den genannten Praktiken bereits Bedenken angemeldet. Ein Wettbewerbsverfahren läuft bereits. Brüssel wirft Google vor, seinen eigenen Dienst auf seinen allgemeinen Suchergebnisseiten systematisch zu bevorzugen und damit gegen die EU-Kartellvorschriften zu verstoßen.

In den Fragebögen werden Unternehmen aufgefordert, ihre bisherigen Beschwerden zu aktualisieren und ihre Anzeigengeschäfte mit Google aus den letzten vier Jahren beizufügen. Ferner sollen sie darlegen, inwiefern Google die Inhalte fremder Webseiten für seine eigenen Online-Dienste nutzt.

Auch die News Corp, zu der das Wall Street Journal und Dow Jones Newswires gehören, hat eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht.

Google und die EU-Kommission waren für einen Kommentar unmittelbar nicht zu erreichen.

Im Wettbewerbsverfahren gegen Google, in dem es sich nicht nur um den Preisvergleichsdienst sondern auch um das Handy-Betriebssystem Android dreht, hat der US-Konzern bis zum 31. August Zeit, um auf die Vorwürfe zu reagieren.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke