Lars Pettersson nexus Identitätsmanagement Internet 4.0 IT-Sicherheit

Autor des Beitrags und nexus-CEO Lars Pettersson: “Eine zunehmend mobilere Arbeitswelt, die wachsende Vielfalt an Formen geschäftlicher Zusammenarbeit, vor allem aber die Digitalisierung in Industrie und Gesellschaft lassen die Zahl bestehender Identitäten explodieren. Ihre Verwaltung wird damit zu einer zentralen und vor allem sicherheitsrelevanten unternehmerischen Aufgabe.” Bild: nexus

Mit dem Aufstieg des ‘Internet der Dinge’ und der fortschreitenden Digitalisierung der Wirtschaft hat sich der Begriff der Identität im Unternehmensumfeld grundlegend gewandelt. Nach moderaten Schätzungen wird es bereits im Jahr 2020 rund 50 Millarden ‘smart things’ geben; bis dahin und sowieso danach werden immer mehr Geräte und Maschinen miteinander vernetzt sein. Wo früher in der Regel nur Personen eine digitale Identität hatten, müssen heute auch allerlei Gegenstände, etwa Mobiltelefone, Rechner oder Fahrzeuge, aber auch Dateien, Anwendungen, Prozesse und beliebige andere Objekte eine digitale Identität besitzen, um vom Unternehmen sicher innerhalb seiner digitalen Infrastruktur erfasst und verwaltet werden zu können.

Gerade die Digitalisierung macht Unternehmen auch in Deutschland extrem anfällig für Angriffe von außen – das nicht-authorisierte Eindringen in Systeme und deren anschließende Manipulation ist bereits heute eine reale Gefahr für Wirtschaft und öffentlichen Sektor. Der jüngste Angriff auf den deutschen Bundestag und die Hacking-Vorfälle selbstfahrender Fahrzeuge sind hierfür nur zwei Beispiele. Gleichzeitig ist es jedoch fahrlässig, die Verwaltung physischer Identitäten gegenüber dem digitalen Identitätsmanagement zu vernachlässigen, denn Sicherheitsrisiken für Unternehmen lauern nicht nur im Netz.

Der Markt für umfassende und zukunftsorientierte Lösungen für ein Identitätsmanagement entwickelt sich dementsprechend sehr dynamisch. neXus, Anbieter von Sicherheitslösungen und –dienstleistungen, hat sechs Trends ausgemacht, die das Thema Identitätsmanagement in den nächsten Jahren stark treiben werden – und gleichzeitig entscheidend sind für seine erfolgreiche Umsetzung in Unternehmen und Behörden:

Wachsende Zahl an Identitäten: Trends wie Industrie 4.0 oder Internet der Dinge, Smart Home und die wachsende Zahl an mobilen Geräten lässt die Zahl an Identitäten in Unternehmen rasant ansteigen. Diese müssen zweifelsfrei zuweisbar sein sowie effizient und sicher verwaltet werden; so muss unter anderem der Zugang zu Maschinen, aber auch zu ganzen Produktionsbereichen eindeutig und sicher geregelt sein. Ein klares Berechtigungsmanagement auch für physische Identitäten ist darüber jedoch nicht zu vernachlässigen - denn wer könnte schon garantieren, dass der angebliche Pizzabote oder Handwerker, der durch den Betrieb spaziert, wirklich der ist, für den er sich ausgibt?

Kein zuverlässiger Schutz ohne ganzheitliche Betrachtung aller Sicherheitsaspekte im Unternehmen: Das Thema IT-Sicherheit wird nach wie vor anhand von Einzelaspekten und dazu passenden Technologien betrachtet. Erforderlich ist jedoch eine ganzheitliche Herangehensweise, die alle Sicherheitsaspekte berücksichtigt sowie prozess- und bereichsübergreifende Lösungen entwickelt. Das erfordert von deren Anbietern umfassendes Prozess- und Branchen-Know-how.

Bedarf an komplexen Systemlösungen: Firewalls und Antiviren-Schutz waren die Lösungen von gestern; für die Zukunft sind Security-Lösungen gefragt, die sowohl in Produkte als auch in ganze Prozesse integriert werden – auch bereichsübergreifend.

Big Data und die Frage des Eigentumsrechts an Daten: Damit Big Data funktionieren und auch einen echten geschäftlichen Mehrwert generieren kann, müssen gewaltige Datenmengen erhoben und analyisiert werden. Doch wo diese großen Datenmengen vorhanden sind, eröffnet sich automatisch die Frage nach deren Eigentumsrechten. Während die rechtlichen Rahmenbedingungen häufig noch einer Klärung bedürfen, können Unternehmen nur mit Hilfe eines durchgehenden und zuverlässigen Identitätsmanagements bei diesen Datenmengen überhaupt den Überblick behalten.

Agile und innovative Lösungsanbieter gefragt : Demokratien mit ihren langfristigen Abstimmungs- und Entscheidungsphasen, aber auch große Unternehmen sind mit der Schnelligkeit der technologischen Entwicklung überfordert. Sie brauchen Partner mit einer anderen Kultur, die sie dabei unterstützen, zukunftsfähige Innovationen gezielt und zuverlässig umzusetzen.

Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor: Sicherheit ist nicht nur ein Technologie-, sondern auch ein Kultur-Thema. Unternehmen, aber auch Behörden müssen eine robuste Sicherheitskultur entwickeln, in der jeder Mitarbeiter für Risiken sensibilisiert sowie befähigt und auch autorisiert wird, Erkenntnisse zu teilen und die passenden Entscheidungen zu treffen. Die aktuelle Medienberichterstattung zeigt, dass Unternehmen mit einer sehr autoritären Kultur hier erhebliche Risiken eingehen und dadurch letztlich enorm Schaden nehmen.