Rittal Industrie 4.0  Blue e+

Schaltschrank-Kühlgeräte der Serie Blue e+ von Rittal können zukünftig Geräteinformationen und -parameter in übergeordnete Systeme übertragen. Damit eröffnen sie neue Möglichkeiten wie Asset Management, Condition Monitoring und Predictive Maintenance. Bild: Rittal

Im Zuge der zunehmenden Vernetzung in Fabriken werden auch Kühlgeräte für Schaltschränke intelligenter. Vernetzte Kühleinheiten liefern wichtige Standortinformationen, senken für Unternehmen den Überwachungsaufwand und machen Fehler frühzeitig erkennbar. Rittal hat gemeinsam mit dem auf die fertigende Industrie spezialisierten Plattform-Anbieter Axoom eine App für die Vernetzung und Fernüberwachung von Kühlgeräten entwickelt.

Durch die Vernetzung von Kühlgeräten erschließen sich Betreibern und Herstellern neue Möglichkeiten für Condition Monitoring und Predictive Maintenance, heißt es. Ein wesentlicher Aspekt bei der Vernetzung ist die Standortinformation. Gerade bei einer großen Zahl von Kühlgeräten ist es wichtig, diese genau lokalisieren und organisieren zu können (Asset Management). Dadurch kann der Betreiber mobiles Condition Monitoring nutzen und zu jedem Zeitpunkt den Zustand von Systemkühlung und Geräten abfragen.

Dabei ist der Gang an das Gerätedisplay nicht mehr notwendig, denn Temperaturen, Auslastung und Systemmeldung lassen sich von jedem Ort aus abrufen. Auch die industrielle Instandhaltung werde durch die vernetzten Blue e+ Kühlgeräte deutlich verbessert. Durch Predictive Maintenance melden die Geräte nötige Reparaturen oder Serviceeinsätze präventiv an. Das spart nicht nur Zeit bei der Überwachung, sondern erhöht auch deutlich die Betriebssicherheit der Fertigung, so Rittal.

Rittal stattet dafür die neuen Blue e+ Kühlgeräte mit einem neuartigen, sicheren Kommunikationsmodul aus. Darüber werden Daten wie die Temperatur oder der aktuelle Gerätezustand in gängigen Protokollen wie OPC UA oder SNMP in eine Cloud übertragen. Ab 2017 wird sie optional für Kühlgeräte der Blue e+ und TopTherm Generation und im weiteren Schritt ebenfalls für Chiller verfügbar sein.

Axoom bringt in die Lösung Know-how im Zusammenführen, Auswerten und Aufbereiten von Maschinendaten aus der industriellen Produktion ein. Im konkreten Fall senden die Blue e+-Kühlgeräte über das Axoom Factory Gate Informationen an Rechner in einer von Axoom betriebenen Private oder Public Cloud – je nach Anforderung des Kunden. Von dort werden sie dem Unternehmen zur zentralen Überwachung zur Verfügung gestellt.

Rittal hat hierfür eine Browser-basierte App für PCs und Tablets entwickelt. Auf einer Oberfläche im Stile von Drehzahlmessern eines Armaturenbretts behalten Verantwortliche in Unternehmen den Zustand mehrerer Kühlgeräte im Blick und können diese steuern. Die Lösung von Rittal und Axoom zeigt, wie schon jetzt Kühlgeräte in Echtzeit von einem Leitstand aus oder von unterwegs über mobile Geräte wie Tablets überwacht und gesteuert werden können.