Der US-Softwareriese Microsoft übernimmt das Berliner Start-up hinter der To-Do-App Wunderlist. Das

Der US-Softwareriese Microsoft übernimmt das Berliner Start-up hinter der To-Do-App Wunderlist. Das Unternehmen ist Microsoft demnach zwischen 100 und 200 Millionen US-Dollar wert. - Screenshot: 6Wunderkinder

Der US-Softwareriese Microsoft übernimmt das Berliner Start-up hinter der To-Do-App Wunderlist, wie eine mit dem Deal vertraute Person sagte. 6Wunderkinder ist Microsoft demnach zwischen 100 und 200 Millionen US-Dollar wert.

Hinter 6Wunderkinder stehen Investoren wie die Wagniskapitalfirma Sequoia Capital aus den USA oder auch die europäische Atomico und Earlybird Venture Capital GmbH. Alle Apps des Unternehmens laufen sowohl auf dem Betriebssystems iOS von Apple als auch auf dem Google-Betriebssystem Android, die beide mit Microsoft konkurrieren.

Der Kauf erfolgt im Zuge des neuen Microsoft-Vorstoßes, das Angebot von mobilen Apps auszuweiten. Seit Kurzem bietet der US-Konzern die mobile Version seines Microsoft Office Paketes umsonst an und hat bereits zwei Anbieter von mobilen Apps zugekauft: Die in San Francisco ansässige Acompli, die Emailanwendungen für mobile Geräte baut, und das New Yorker Start-up Surise Atelier, das die beliebte Sunrise-Kalender-App anbietet. Acompli wurde von Microsoft in “Outlook for mobile” umbenannt.

Am 20. Mai hatte 6Wunderkinder bereits eine Zusammenarbeit mit Sunrise angekündigt. Das bedeutet, Nutzer können ihre To-Do-Listen jetzt auch mit der Sunrise-App anschauen und aus der Sunrise-Kalender-App heraus To-Do-Einträge erstellen.

Der Team von 6Wunderkinder soll in den Büros in Berlin bleiben, künftig aber an die Microsoft-Zentrale in Kalifornien berichten, sagte die mit dem Deal vertraute Person weiter. Sprecherinnen von Microsoft und 6Wunderkinder lehnten eine Stellungnahme ab.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke