Ein Auftragseingang über EDI fließt direkt in Epicor ERP beeinflusst der Auftrag die operative Planung, wird dies unmittelbar an die Produktion übermittelt

Ein Auftragseingang über EDI fließt direkt in Epicor ERP beeinflusst der Auftrag die operative Planung, wird dies unmittelbar an die Produktion übermittelt - Bild: Thinkstock\LeventKonuk

Täglich stehen produzierende Unternehmen vor ebenso komplexen wie zeitkritischen Fragen: Erfüllt die Produktion gesetzte Leistungskennzahlen, gibt es Probleme bei einzelnen Maschinen, sind Beschaffung und Produktion auf aktuelle Aufträge vorbereitet? Werden Liefertermine eingehalten, wenn nicht, was ist die Ursache? Was genau beeinflusst die Gesamtanlagenproduktivität, sind geplante Optimierungen der Durchsatzrate und des Ressourceneinsatzes realistisch, wurden alle Zusammenhänge berücksichtigt?

Eine Vielfalt an Herausforderungen, die sich durch eine Integration von Enterprise Resource Planning (ERP) mit Manufacturing Execution Systems (MES) besser, schneller und präziser lösen lassen. Jedes Unternehmen hat dabei seine ganz eigenen Prioritäten. Allen gemeinsam ist das Ziel, die Informationslücke zwischen Produktion und Management zu schließen. Mit diesem Ansatz positioniert Epicor seine MES-Lösung Mattec – vollständige Standalone-Lösung auch für globale Produktionsstätten, aber vorbereitet auf die Integration mit Epicor ERP.

Ein Konzept, auf das beispielsweise IMCO setzt, Spezialhersteller von Wolframkarbid-Fräsen und Schneidwerkzeugen. Mit der Kombi-Lösung aus Epicor ERP und Mattec MES verbessert IMCO anhand von Echtzeit-Informationen aus der Produktion den Kundenservice, verkürzt Durchlaufzeiten und sichert durch frühzeitige Maßnahmen einen reibungslosen Produktionsablauf.

Ähnliche Ziele verfolgt Suncast Corporation. Der Hersteller und Distributor von Spritzgussprodukten mit extrem knappen Lieferzeiten vernetzt mit der ERP-MES Integration unter anderem in Echtzeit die Produktion mit Beschaffung und Kundenservice. "Ein Auftragseingang über EDI fließt direkt in Epicor ERP ein. Beeinflusst der Auftrag die operative Planung, wird dies unmittelbar an die Produktion übermittelt. Gleichzeitig weiß die Beschaffung, was für die Einhaltung des Produktionsplans eingekauft werden muss", sagt Ed Booth, Director of IT bei Suncast Corporation. "Es gibt keine Lücken mehr. Und wir warten nicht mehr darauf, bis Mitarbeiter ihre Tabellen aktualisieren."

Vor der Integration entschied sich Suncast, sein zehn Jahre altes ERP-System komplett abzulösen. Es war veraltet und angesichts einer Liste von über 500 Verbesserungsanforderungen der internen User-Community war die Zeit für eine neue Lösung gekommen. Mit Epicor wurde daher das bestehende ERP und Shop-Floor-Monitoring ersetzt, eine Anbindung an das EDI realisiert sowie eine Schnittstelle zur spezialisierten Anwendung für Planung und Forecasting geschaffen.

Durch die integrierte Umgebung steuert Suncast Corporation seine Produktion auf Makro-Ebene über das ERP, basierend auf Echtzeitdaten aus Mattec. Jede Abweichung in der Produktion wird sichtbar, die frühere Lücke zwischen Produktionsüberwachung und ERP ist geschlossen.

Höhere Effizienz für bessere Kundenorientierung stand auch bei Lakeside im Mittelpunkt der ERP-MES-Integration. Der Automobilzulieferer für Kunststoffteile, eliminierte auf diese Weise manuelle Prozesse und realisiert eine präzisere Fertigungsplanung und -ausführung anhand von Kundenanforderungen. "Prozesse und Planungen basieren nicht mehr auf Schätzungen, sie werden erstellt anhand von realen Daten aus der Vergangenheit, aktuellen Kapazitäten und den Möglichkeiten der Mitarbeiter und Maschinen, die Ziele zu erfüllen", erklärt Todd Musson, Betriebsleiter bei Lakeside. "Kurz, Lakeside Plastics kann mit maximaler Effizienz arbeiten, ohne Zeit, Material oder Arbeitskraft zu verschwenden. Die Arbeitsauslastung erfolgt automatisch und in Abstimmung mit unseren Geschäftsregeln."

Für Lakeside ist es entscheidend auf einen Blick zu sehen, welche Maschine gerade welches Produkt fertigt, wie der Produktionsstatus ist und ob Leistungsziele und Plansoll erreicht werden. Daneben konnten durch die ERP-MES-Integration Kosten für Expresslieferungen praktisch eliminiert werden, da im Werk die Auslieferung bereits koordiniert wird bevor die Produktion startet. Produktionsziele werden nicht mehr verfehlt, Teile müssen nicht mehr in Eile hergestellt werden. Die Ausschussrate sank von 25 auf 1 Teil pro Million, ein herausragender Wert, womit Lakeside die anspruchsvollsten Fertigungsstandards erfüllt.

An diesen wenigen Beispielen wird deutlich: Der Echtzeitabgleich von Informationen zwischen Produktion und Management schafft für Unternehmen erweiterte Möglichkeiten, ohne zusätzliche Investitionen messbare Wettbewerbsvorteile zu realisieren – häufig allein dadurch, dass Prozesse und Ressourcen besser aufeinander abgestimmt und ausgelastet werden.