High-Performance-Schruppbearbeitung hyperMILL MAXX Machining CAM Open Mind

High-Performance-Schruppbearbeitung mit spiralförmigen und trochoidalen Werkzeugbahnen: Das Ergebnis sind signifikante Beschleunigungen beim Schruppen mit Steigerungsraten zwischen 20 und 70 %. Bild: Open Mind

Open Mind Technologies bietet zur neuen Version seiner CAM-Lösung hyperMILL 2016.1 auch das neue Performance-Paket hyperMILL MAXX Machining. Dieses kommt mit innovativen CAM-Strategien und drei leistungsstarken Modulen, mit denen Unternehmen in den Anwendungsbereichen Schruppen, Schlichten und Bohren signifikante Optimierungspotenziale erzielen können. Für sichere und schnelle HPC-Bearbeitungen stellt das Schruppmodul des Performance-Pakets zahlreiche Zyklen für das Fräsen in trochoidalen Werkzeugbahnen zur Verfügung. Eine dynamische Vorschubanpassung an die vorhandenen Schnittbedingungen sorgt dafür, dass immer mit der höchstmöglichen Vorschubgeschwindigkeit gefräst wird. Das Ergebnis sind optimale Fräswege mit maximalem Materialabtrag bei kürzestmöglichen Fertigungszeiten, so der Anbieter. Sowohl prismatische als auch gekrümmte Bauteilflächen sind auf diese Weise sehr schnell zu schruppen, heißt es weiter.

Innovative Algorithmen sorgen dafür, dass pro Fräserzahn immer ein konstantes Spanvolumen abgetragen wird. Dadurch wird das Werkzeug gut ausgelastet, aber nicht überlastet. Das Ergebnis sind laut Open Mind signifikante Beschleunigungen beim Schruppen mit Steigerungsraten zwischen 20 und 70 %. Das Unternehmen hat diese schnelle Art des Schruppens für alle Bearbeitungsarten von 2D bis fünfachs-simultan verfügbar gemacht. Die Bearbeitungsstrategie erhöhe Geschwindigkeit und Standzeit. Gleichzeitig werden Werkzeug und Maschine geschont.

Das Schlichtmodul des Power-Pakets hyperMILL MAXX Machining ist nach Herstellerangaben ein Beispiel für eine optimale Nutzung von Werkzeugeigenschaften in Verbindung mit zukunftsweisenden CAM-Strategien. Das Modul umfasst das Schlichten und Vorschlichten von Ebenen und Freiformflächen mit unterschiedlichen Tonnenfräsern. Es lassen sich deutliche Zeiteinsparungen bei gleichzeitig hochwertigeren Oberflächen erzielen, so Open Mind. Diese Vorteile werden demnach durch CAM-Strategien erzielt, die die spezielle Form der Werkzeuge optimal ausreizen.

Oberflächengüte ist von Bahnabstand und Werkzeugradius abhängig. Die Qualität einer Werkstückoberfläche sinkt mit zunehmendem Zeilensprung und steigt mit der Größe des Werkzeugdurchmessers. Daraus ergibt sich: Wer eine kurze Bearbeitungszeit durch große Zustellungen erreichen will, zum Beispiel 5 statt 0,5 mm, muss den Werkzeugradius um ein Vielfaches vergrößern, um gleichzeitig eine hohe Oberflächenqualität zu erreichen. Da sich Werkzeugdurchmesser in der Praxis nicht beliebig vergrößern lassen, arbeiten Tonnenfräser nur mit einem Ausschnitt des gewünschten Werkzeugdurchmessers, einem Kreissegment. Durch dessen größeren Radius lassen sich höhere Bahnabstände realisieren. Das Schlichtmodul hyperMILL MAXX Machining setzt die schnelle hochwertige Bearbeitung mit allgemeinen, tangentialen und konischen Tonnenfräsern um, verspricht das Unternehmen. Alle Werkzeugbahnen sind kollisionsgeprüft.

Mit dem ‚Tangentialen Ebenschlichten’ habe Open Mind eine besondere CAM-Innovation für das Bearbeiten von Ebenen entwickelt. Zusammen mit dem konischen Tonnenfräser ließen sich Zeiteinsparungen von bis zu 90 % erzielen. Durch die großen Radien der konischen Tonnenfräser sind Bahnabstände von 6 und 8 mm möglich. Daraus resultierten optimale Oberflächen und längere Werkzeugstandzeiten. Das ‚Tangentiale Ebenenschlichten’ ist für einfache und schwer zugängliche Ebenen gleichermaßen geeignet. Werkzeugbahnen werden automatisch generiert und auf Kollisionen geprüft. Unternehmen aus der Aerospaceindustrie profitierten von den einfach und sicher programmierbaren Strategien des Schlichtmoduls.