2015-10-23_Fassade_OECHSLER

Der Zulieferer Oechsler hat die ‚Geometrische Ähnlichkeitssuche’ von Cadenas zur Optimierung des Angebotsmanagements eingeführt.

Um den Angebotsprozess weiter zu optimieren, hat Oechsler die 3D-Ähnlichkeitssuche des ‚Strategischen Teilemanagements’ PARTsolutions von Cadenas eingeführt. Dieses Software ermöglicht es, ähnliche Produkte unter geometrischen Gesichtspunkten während zeitkritischer Angebotsphasen aus dem weitreichenden Datenbestand schnell zu identifizieren.

Fragt etwa ein Kunde ein neues Zahnrad bei Oechsler an, kann aufgrund der vorhandenen 3D-CAD-Daten eine Vielzahl an ähnlichen Produkten herausgefiltert werden. Damit verknüpfte Angebote dienen als Basis für aktuelle Anfragen. Erforderlich ist dazu die kontinuierliche Erfassung der CAD-Geometrien aller angefragten Produkte sowie Zeichnungen, Werkzeugkonzepte, Herstellbarkeitsanalysen oder auch die Teilekalkulation. Nach der Erfassung in SAP erfolgt automatisiert die Indizierung der 3D-Daten und die Erstellung eines digitalen Fingerprints in der Cadenas-Datenbank. Parallel werden mit der Indizierung weitere Metadaten aus SAP exportiert, in den PARTsolutions Katalog transferiert und stehen dem Angebotsmanagement zur Verfügung.

Anhand der Trefferliste in PARTsolutions kann der Mitarbeiter effizienter und zielgerichteter Informationen für ein neues Angebot zusammenstellen. PARTsolutions erstellt dazu einen übersichtlichen Katalog ähnlicher Produkte mit Vorschaubild. Dieses wird aus den 3D-Daten generiert und zeigt die aufbereiteten Daten aus SAP wie Material, Werkstoff, vorhandene Produktionswerkzeuge und Dokumente ähnlicher Produkte.

Mit Hilfe der Suchergebnisse kann der Sachbearbeiter auf weitere Daten aus SAP zugreifen, welche unter anderem Produktions-, Verarbeitungs- und Verpackungsdaten zeigen. Auch Rückschlüsse auf bekannte Verarbeitungsprobleme, wie Gratbildung, Schlieren und Verzug sind möglich. So kann bereits im Angebot die Festlegung des geplanten Ausschusses berücksichtigt werden. Der Zugriff auf Prozessparameter der Fertigung, die Klassifizierung von Werkzeugen und Spritzgussmaschinen runden die Informationen ab.

Die erstellten Angebote werden anschließend mit den zugehörigen CAD-Daten wieder in SAP eingespeist und stehen dadurch für künftige Anfragen wieder zur Verfügung. Die erfassten Angebote bleiben auf diese Weise in der Wissensdatenbank erhalten und die erbrachte Leistung geht nicht verloren. „Der aufwändige Analyse- und Rechercheaufwand kann auf diese Weise um mehr als die Hälfte reduziert werden. Die Angebote werden schneller erstellt und risikobehaftete Produkte können bereits zum Zeitpunkt der Angebotserstellung auf Grund einer wesentlich solideren Datenbasis erkannt und bewertet werden“, sagt Markus Deuter, Projektleiter bei Oechsler.