Homburg Bosch Production Rules Configurator 2

In einem Bosch-Werk in Homburg, in dem Diesel-Injektoren gefertigt werden, wird der Production Rules Configurator bereits erfolgreich eingesetzt. Bild: Bosch

Bosch Software Innovations stellt eine neue Lösung für die vernetzte Produktion vor: Der Production Rules Configurator ist ein intelligentes Software-Tool, das Produktionsabläufe maschinenübergreifend transparenter macht, heißt es. Die Lösung sorge für einen reibungslosen Fertigungsprozess, indem Daten aus bestehenden Datenbanken und Systemen, zum Beispiel einem MES, regelbasiert ausgewertet werden. Der Fertigungsexperte erkennt damit Abweichungen im Produktionsablauf frühzeitig und kann Maschinen dynamisch nachjustieren und warten, sobald Produktionsdaten entsprechende Anzeichen liefern, so Bosch Software Innovation.

Grundlage für den Production Rules Configurator sind Prozess- und Maschinendaten, die durch einen integrierten Konnektor aus dem Manufacturing Execution System (MES), Datenbanken und anderen vorhandenen Systemen erhoben werden. Die Überwachung dieser Daten auf Abweichungen und Grenzwertüberschreitungen verringere beispielsweise Ausschüsse, da über das Regelwerk des Production Rules Configurator frühzeitig eine Nachricht an die Verantwortlichen angestoßen wird. Ebenso könnten Unternehmen die Wartungsintervalle ihrer Anlagen dynamisch und bedarfsgerecht anpassen. Denn durch die erhobenen Zustandsdaten lässt sich erkennen, wann eine Wartung erforderlich ist, schon bevor es zu Maschinenausfällen und damit verbunden unnötigen Stillstandszeiten kommt, berichtet der Anbieter.

Gleichzeitig könnten überflüssige Kosten durch zu frühe Instandhaltungsmaßnahmen vermieden werden. Die neue Softwarelösung lässt sich einfach und individuell umsetzen und ist leicht in die bestehende IT-Infrastruktur zu integrieren. Dank grafischer Modellierung kann der Fertigungsspezialist das Regelwerk im Production Rules Configurator intuitiv konfigurieren. Regeln werden individuell für jede Maschine und Fertigungslinie definiert und vom Anwender entsprechend angepasst, dupliziert und getestet.

In einem Bosch-Werk in Homburg, in dem Diesel-Injektoren gefertigt werden, wird der Production Rules Configurator bereits erfolgreich eingesetzt. Die neue Softwarelösung überwacht dabei Prozessdaten bei der Herstellung von Drosselplatten, die den Zu- und Ablauf der Einspritzmenge in Motoren regeln. „Die Drosselplatten werden über mehrere Stationen hinweg gefertigt“, sagt Dipl. Ing. Michael Eisenbart, Industrie 4.0-Projektleiter in der PKW-Injektorfertigung im Werk Homburg von Bosch. „Der Production Rules Configurator hilft uns, besser zwischen diesen zu steuern. Er erhöht dabei die Transparenz. Gleichzeitig können wir die Regeln sehr leicht verändern und anpassen, um auf dem aktuellsten Stand zu sein. Wir haben an unserem Standort schon ein sehr hohes Qualitätsniveau, streben natürlich aber immer danach, noch besser zu werden. Mit dem Production Rules Configurator können wir diese nächste Stufe erreichen.“

Technisch basiert der Production Rules Configurator auf der Visual Rules BRM Komponente der Bosch IoT Suite. Bosch Software Innovations überträgt die Regeltechnologie, die sich in anderen Branchen seit Jahren bewährt hat, in angepasster Form auf industrielle Fertigungsprozesse. Die Lösung ist neben dem Process Quality Manager und dem Remote Service Manager eine weitere Software-Anwendung im Industrie 4.0-Portfolio des Unternehmens, die es Kunden bereits heute erlaubt, in die vernetzte Fertigung einzusteigen, heißt es weiter.