NEW YORK (Dow Jones/rm). Eine Richterin wies den Antrag der Oracle Corp auf Verschiebung des Prozessbeginns auf Donnerstag ab. Die SAP AG scheiterte ihrerseits mit dem Wunsch, dass über den Prozess nicht berichtet werden dürfe. Richterin Phyllis Hamilton verkürzte zudem die Dauer des Prozesses auf 30 Stunden von 36 Stunden.

SAP werde sich an die Entscheidung des Gerichts halten, sagte ein Unternehmenssprecher. Die in Redwood Shores im US-Bundesstaat Kalifornien ansässige Oracle wollte keinen Kommentar abgeben.

Oracle hatte um die Verschiebung gebeten, nachdem die Walldorfer SAP inzwischen nicht mehr bestreitet, einen Beitrag zu den Urheberrechtsverletzungen ihrer Tochter TomorrowNow geleistet zu haben. In dem nun wie geplant am Montag beginnenden Prozess zwischen Oracle und SAP wird es vor allem um die Höhe der Entschädigung gehen, die der deutsche Konzern zu zahlen hat. Oracle fordert 2 Mrd USD, eine Schadenssumme, die SAP als zu hoch zurückgewiesen hat. Der Walldorfer Konzern spricht von einer zweistelligen Millionensumme als Schaden.