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Die Demo sollte zeigen, dass sich die Leistung von Robotern schon heute erheblich verbessern lässt, indem man die Vorteile von Cloud-Plattformen wie Azure nutzt. Die Plattform wurde mit dem Controller des Denso-Roboters verbunden, um auf Basis leistungsstarker Datenanalyse und anderer Techniken Daten zu sammeln und auszuwerten. Bild: Denso Robotics

Auf dem Weg zu einer neuen Phase von Industrie 4.0- und IoT-Anwendungen: Denso Robotics und seine Partner haben kürzlich demonstriert, wie industrielle Automation in Smart Factories noch effizienter, sicherer und verlässlicher gestaltet werden kann – und zwar mit bereits existierender Software und Technologie. Im Fokus der Demonstration, die Teil des ‘DENIoT’-Projektes von Denso Robotics ist, standen ein Denso Robotics VS-060 sowie die Cloud Plattform Azure von Microsoft. Azure ist eine Sammlung integrierter Cloud-Dienste für Analysen, Computing, Datenbanken, mobile Dienste, Netzwerk, Speicher und das Web.

Die Demonstration wurde auf der hochkarätig besetzten Microsoft-Konferenz .Net Conference in Madrid abgehalten. Partner des ‘DENIoT’-Projektes und der Demonstration sind DeRobótica, die Sales-Vertretung von Denso Robotics auf der iberischen Halbinsel; Encamina, ein spanisches Consulting-Unternehmen mit Spezialisierung auf Microsoft-Produkte (Azure) und Entresistema, ein Spezialist für industrielle Automation und Systemintegration. Für die Demonstration lieferte Denso Robotics den Roboter und Controller; Encamina übernahm die Kommunikation zwischen dem Roboter, der Cloud-Plattform und den verschiedenen Anschlussgeräten, während Entresistema die eigentlichen Bewegungen des Roboters programmierte.

Die Demo sollte zeigen, dass sich die Leistung von Robotern schon heute erheblich verbessern lässt, indem man die Vorteile von Cloud-Plattformen wie Azure nutzt. Die Plattform wurde mit dem Controller des Denso-Roboters verbunden, um auf Basis leistungsstarker Datenanalyse und anderer Techniken Daten zu sammeln und auszuwerten: Diese wurden in Informationen umgewandelt, die konkrete Bewegungen steuerten. In der eigentlichen Demonstration wurde der VS-060 so programmiert, dass er bis zu neun verschiedene Bewegungen ausführen konnte – zumeist Pick-and-Place Aufgaben.

„Wir wollten beweisen, dass wir die Roboterleistung dank bereits existierender Technologien und Prozesse optimieren können. Indem wir die Roboterdaten aufzeichnen und analysieren, können wir nicht nur mit dem Roboter interagieren und ihn von nahezu überall aus steuern, sondern wir ermöglichen auch maschinelles Lernen – was wiederum die Effizienz und Leistung steigert,“ sagt Pablo Olivas González, Managing Director bei DeRobótica. Die gesammelten Daten umfassten Parameter wie Armgeschwindigkeit des Roboters, Beschleunigung und Positionen sowie Winkel (Armgelenk).

Die Vorteile von ‚DENIoT’ für die industrielle Automation bei Industrie 4.0- und IoT-Anwendungen liegen auf der Hand: Eine einfache Interkonnektivität von Maschinen und Geräten, eine Realzeit-Beobachtung der Prozesse, klar skalierbare Anwendungen, maschinelles Lernen (Analyse und Vorhersage) und ein Multi-Plattform-System, das sich an die individuellen Erfordernisse der Industrie anpassen lässt. Überdies kann ‘DENIoT’ mittels verschiedener Endgeräte (PC, Tablet, selbst ein Smart Phone) von überall aus gesteuert werden – und bietet ein hohes Maß an Interaktion und Kontrolle für den Nutzer.

Die Kombination eines Denso-Roboters mit Azure von Microsoft bot eine perfekte Kompatibilität. „Wir entschieden uns für Azure", so Pablo Olivas González, „da wir eine sehr leistungsfähige Cloud-Plattform benötigen, die große Datenmengen verarbeiten und unkompliziert mit anderen Systemen arbeitet. Und es war wichtig, die bei Azure integrierte Option des maschinellen Lernens zu nutzen.“

Denso-Roboter sind für Industrie 4.0-Anwendungen besonders gut geeignet, da der RC8 Controller außerordentlich flexibel ausgelegt ist und sich leicht in jedes System integrieren lässt. Dies ist entscheidend, da der Schlüssel für jede erfolgreiche IoT-Anwendung in der unkomplizierten, schnellen und zuverlässigen Verbindung zwischen allen Teilen des Systems liegt. So kann der Denso Robotics RC8 Controller mit den verschiedenen Plattformen arbeiten wie LabVIEW, HALCON oder PLC Industrial Networks (ProfiNET und ProfiBUS). Entscheidend beim ‘DENIoT’-Projekt war allerdings ORiN (Open Resource Interface for the Network), eine Entwicklungssoftware, die die Kommunikation mit dem Roboter mittels komplexer Programmiersprachen wie C# oder C++ gestattet – eine ganz besondere Qualität von ORiN, die eine sehr einfache Integration der Software Plattform mit dem Denso-Roboter und Azure ermöglichte.

Während der ‘DENIoT’-Demo wurde der Roboter auch über Cortana gesteuert, dem intelligenten Sprachbefehlssystem von Microsoft, das Sprachbefehle in Roboterbewegungen (via Cloud) übersetzt. In der Demo war jedem der neun Bewegungsbefehle eine Ziffer zugeordnet; die an den Roboter geschickt wurde, um diese spezifische Bewegung ausführen zu lassen. Die Interaktion mit Robotern über sprachbasierte Software wird künftig noch wichtiger, da die Mensch-Roboter-Kollaboration weiter zunehmen wird.