In den drei Wochen nach Markteinführung des Galaxy S6 und seines Pendants mit gewölbtem Display,

In den drei Wochen nach Markteinführung des Galaxy S6 und seines Pendants mit gewölbtem Display, dem Galaxy S6 Edge, am 10. April hat Samsung demnach 10 Millionen Geräte an Händler und Einzelhandelsgeschäfte ausgeliefert. Davon wurden 6 Millionen an Endverbraucher verkauft. - Bild: Samsung

Das Samsung-Smartphone Galaxy S6 hat zwar sein Vorgängermodell leicht überholt, kann aber nicht mit Apples Kassenschlager iPhone 6 mithalten.

Das geht aus jüngsten Daten der Marktforscher von Counterpoint Technology Market Research hervor. In den drei Wochen nach Markteinführung des Galaxy S6 und seines Pendants mit gewölbtem Display, dem Galaxy S6 Edge, am 10. April hat Samsung demnach 10 Millionen Geräte an Händler und Einzelhandelsgeschäfte ausgeliefert. Davon wurden 6 Millionen an Endverbraucher verkauft.

Damit übertraf der weltweite Absatz zwar den des Vorgängermodells Galaxy S5 im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, wie das in Hongkong ansässige Unternehmen Counterpoint mitteilte. Dennoch könne er nicht mit den April-Zahlen für Apples iPhone 6 und 6 Plus mithalten. Wie diese genau ausgefallen sind, sagte Counterpoint allerdings nicht.

S6 und S6 Edge werden “sehr gut vom Markt aufgenommen”

Eine Samsung-Sprecherin erklärte, die beiden Smartphones wurden “sehr gut vom Markt aufgenommen und werden seit ihren Markteinführungen anhaltend stark nachgefragt”. Samsung Electronics werde seine Produktion des Galaxy S6 Edge hochfahren, was “weiteres Wachstum unterstützen wird”, sagte sie, ohne Zahlen zu nennen. Samsung macht gewöhnlich keine Angaben zu den Absatzzahlen seiner einzelnen Smartphones.

Die Gegenstücke von Apple haben in den acht Monaten seit ihrer Markteinführung im Herbst nichts an ihrer Beliebtheit eingebüßt. Besonders unter Kunden in Asien finden iPhone 6 und 6 Plus mit ihren großflächigen Displays Abnehmer. Eine Sprecherin von Apple reagierte nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.

Im Frühling hatte Samsung Anlegern gesagt, auf drei verkaufte Galaxy S6 dürfte ein Galaxy S6 Edge kommen. Stattdessen ist die Nachfrage nach dem Galaxy S6 Edge nun stärker ausgefallen als erwartet. Im April kündigte Samsung-Mobile-CEO J.K. Shin an, es werde einige Monate dauern, um die Produktion entsprechend der Nachfrage hochzufahren.

Peter Richardson von Counterpoint sagte, die Absatzzahlen bei Samsungs Flaggschiffen könnten in den kommenden Monaten zwar noch anziehen, doch “das Zeitfenster dafür ist klein, da Kunden in einem Markt mit vielen Alternativen wenig Geduld haben”. Samsung setzt auf Galaxy S6 und S6 Edge als Kassenschlager, um die Mobilfunksparte nach einem der verheerendsten Jahre in der jüngeren Unternehmensgeschichte zu unterstützen.

Im vergangenen Jahr seien nur 12 Millionen Galaxy S5 in den drei Monaten nach seiner Markteinführung im April verkauft worden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Demgegenüber stünden 16 Millionen bei dessen Vorgängermodell.

Galaxy S6 und S6 Edge sind auf dem bestem Weg, besser abzuschneiden. Und das, obwohl die Smartphones in lediglich 20 Ländern eingeführt wurden, beim Galaxy S5 waren es 125 Länder. Counterpoint teilte am Dienstag mit, seinen Schätzungen zufolge dürfte der Absatz beim Galaxy S6 und S6 Edge bei rund 50 Millionen Smartphones liegen. Das liegt im Rahmen der Analystenerwartungen von 45 bis 60 Millionen Stück.

Zwar seien die Absatzzahlen für das Galaxy S6 gute Neuigkeiten für Samsung, sagte Counterpoint. Allerdings kämen sie größtenteils nicht auf Kosten der Apple-Konkurrenz, sondern anderer Samsung-Smartphones. Das Galaxy Note 4 und die Reihe Galaxy A schnitten besonders schlecht ab, mit Absatzeinbußen von 30 bis 40 Prozent. Daher steige der gesamte Marktanteil von Samsung trotz der verhältnismäßig erfolgreichen Einführung des Galaxy S6 nicht, hieß es.

Die Samsung-Sprecherin wollte das nicht kommentieren.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke