Supply Chain Management

Die Supply Chain muss also in Zukunft noch flexibler gestaltet werden, um die Abläufe von der Bestellung bis zur Lieferung weiter zu beschleunigen. Eine große Hilfe sind hier spezielle Softwarelösungen. - Bild: Supply Chain Jakub Jirsák - Fotolia.com

Schnelligkeit ist ein Verkaufsargument. Das haben viele Logistik- und Versandhandelsunternehmen längst erkannt. Nicht einmal die 24-h-Lieferung ist ein Alleinstellungsmerkmal; Amazon zum Beispiel bietet inzwischen eine „Same-Day-Lieferung“ für ausgewählte Produkte. Die Kunden wollen auf ihr Produkt nicht mehr wochen- und monatelang warten, auch wenn es sich um eine Einzelanfertigung oder ein Produkt handelt, das kundenspezifisch konfiguriert und aus vielen Einzelteilen montiert wird.

Diesen Trend bestätigt auch die Studie „Global Trade Management Agenda 2016 – Kollaboration in der Supply Chain“ des Softwareunternehmens AEB und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Stuttgart. Befragt wurden 319 Experten aus den Bereichen Außenwirtschaft, Logistik und SCM zu den ihrer Meinung nach wichtigsten Aufgaben 2016. Demnach stehen auch bei den internationalen Lieferketten die Zeichen auf Beschleunigung. Die Verringerung von Durchlauf- und Lieferzeiten hat für drei von vier Supply-Chain-Entscheidern hohe Bedeutung. „Das Top-Thema ist klar den steigenden Ansprüchen von Kunden an eine schnelle Lieferung geschuldet“, sagt Professor Dirk Hartel, Studiengangsleiter für BWL-DLM-Logistikmanagement an der DHBW Stuttgart und einer der beiden Autoren der Studie.

Die Supply Chain muss also in Zukunft noch flexibler gestaltet werden, um die Abläufe von der Bestellung bis zur Lieferung weiter zu beschleunigen. Eine große Hilfe sind hier spezielle Softwarelösungen. Sie helfen den Verantwortlichen, einen Überblick über die Prozesse zu bekommen und Schwierigkeiten schnell zu erkennen – von der Absatzplanung bis zur Bestandsführung. Schulungen für die SCM-/Logistiktools zum Beispiel von SAP finden Sie bei Fortbildung24.

Die Grundlage für erfolgreiches SCM ist eine geeignete Supply-Chain-Strategie und die Einführung einer entsprechenden Organisationsstruktur. Gerade dort besteht laut der im August 2015 veröffentlichten Studie „Supply Chain Performance Management“ der Unternehmensberatung Horváth & Partner Handlungsbedarf. Befragt wurden 73 unterschiedlich große Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum: Häufig mangele es in den Unternehmen bereits an einer eindeutigen Definition und Zuordnung von Rollen und Verantwortlichkeiten, obwohl diese die Basis für die zugrunde liegende Organisationsstruktur darstellten und eine signifikante Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit der Supply Chain hätten. Auch in diesem Bereich gibt es also großes Potenzial für Verbesserungen.

Gabriele Oldenburg