Standards ermöglichen eine einheitliche Vernetzung und einfachere Digitalisierung industrieller

Standards ermöglichen eine einheitliche Vernetzung und einfachere Digitalisierung industrieller Prozesse, bislang ein Knackpunkt bei der sogenannten "Industrie 4.0". - Bild: Kometgroup

Damit werde die deutsche Industrie bei dem Zukunftsthema mit einer Stimme sprechen, so Deutsche-Telekom-Vorstandsmitglied Reinhard Clemens am Sonntag auf der CeBIT in Hannover.

Das Konsortium aus dem Ex-Staatsunternehmen und dem weltweit führenden Anbieter von Geschäfts-Software ist offen für andere Partner, so Clemens. “Einfach, pragmatisch und schnell wollen wir De-Facto-Standards schaffen. Wir müssen uns nicht vor Standards aus den USA fürchten. Wir wollen, dass bei einem so wichtigen Thema Deutschlands Stimme auch gehört wird”, sagte Clemens.

Standards ermöglichen eine einheitliche Vernetzung und einfachere Digitalisierung industrieller Prozesse, bislang ein Knackpunkt bei der sogenannten “Industrie 4.0″. Mit diesem Schlagwort — das die vierte industrielle Revolution nach der Digitalisierung der Industrie bezeichnet — wird ein Zukunftsprojekt der deutschen Bundesregierung bezeichnet, mit dem die Fertigungstechnik durch die Möglichkeiten des Internets weiter vorangetrieben werden soll.

inheitliche Vernetzung und einfachere Digitalisierung industrieller Prozesse

Clemens sagte auch, “dass es keinen deutschen Standard geben wird, weil Deutschland eine Exportnation ist.” Auch Deutschland brauche einen international anerkannten Standard, es gehe aber darum, “deutsche Interessen bei dem Thema koordiniert zu vertreten.”

Auch beim Thema Big Data, der Analyse einer riesigen Menge von Daten, will die Telekom sich stärker engagieren. In einem Pilotprojekt analysiert die Telekom anhand von Bewegungsdaten von Mobiltelefonen Verkehrsströme im Raum Nürnberg. Die Datenanalyse arbeitet mit anonymisierten und zu Gruppen zusammengefassten Mobilfunkdaten und habe auch den Segen der Bundesdatenschutz-Behörde erhalten, so Clemens.

Die neue Analyseform liefere im Vergleich zu früheren Zählungen per Hand ein viel genaueres Bild, wie die Verkehrsströme in Nürnberg im Tagesverlauf flössen und welche Verkehrsmittel wie oft genutzt würden. Das werde allen Verkehrsteilnehmern Nutzen bringen: “Am Ende profitieren die Fahrgäste durch eine bessere Anbindung und optimierte Fahrpläne”, sagte Clemens.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke