Die KfW und die polnische Umweltbank (BOS Bank) wollen gemeinsam den Klimaschutz durch Kredite zur energetischen Gebäudesanierung und industriellen Energie-Effizienz in Polen verbessern.

Von Gunnar Knüpffer

FRANKFURT AM MAIN. Die KfW und die polnische Umweltbank (BOS Bank) wollen gemeinsam den Klimaschutz durch Kredite zur energetischen Gebäudesanierung und indus-triellen Energie-Effizienz in Polen verbessern, da der Bedarf an energetischer Sanierung dort immer noch sehr hoch ist.
Außerdem haben insbesondere deutsche und europäische Unternehmen die Möglichkeit, günstige Emissionszertifikate, die durch die CO2-Einsparungen der Maßnahmen generiert werden können, zu erwerben. Möglich ist dies durch eine neue Kombination aus Globaldarlehen der KfW, Strukturierung eines so genannten „PoA“ (Programme of Activities) und den Ankauf von generierten Klimaschutzzertifikaten durch die KfW. Startschuss ist der 1. Juni 2010.
Das Joint-Implementation-Projekt sieht folgendes vor: Die KfW vergibt an die BOS ein Globaldarlehen mit einem Volumen von 30 Mio Euro. Aus diesem reicht die BOS Kredite an polnische kleine und mittlere Unternehmen sowie an Hauseigentümergemeinschaften weiter. Diese profitieren von den zinsgünstigen Krediten und investieren in moderne Wärme- und Heiztechnologien. Durch diese Maßnahmen sollen die CO2-Emissionen um jährlich schätzungsweise rund 150 000 Tonnen reduziert werden. Die Einsparungen sollen exakt ermittelt werden, so dass aus den Investitionen im Rahmen des Kyoto-Protokolls Emissionsreduktionszertifkate generiert werden können.