Automatikgetriebe emanzipiert sich vom Antriebsmotor 1

Die elektro-hydraulische Steuerung in Automatikgetrieben (ATG) von Kraftfahrzeugen erfordert einen permanent anliegenden, konstanten Öldruck, um die Aktorik zu versorgen. Werden die dafür eingesetzten Pumpen vom Verbrennungsmotor angetrieben, hat das Nachteile: Sie müssen nach einem Stillstand hochfahren oder aber dauernd im Stand-by-Betrieb mit Bypassventil weiterlaufen. Gerade bei den neuen Energiesparkonzepten wie Start-Stopp-Automatik, bei Hybridantrieben oder im „Segelbetrieb“ des Getriebes sind daher neue Lösungen gefragt. Hier punkten kleine, leistungsfähige Elektromotoren, die für den nötigen Öldruck sorgen.

Ebm-papst setzt hier auf dynamische Innenläufermotoren, die in der Ölwanne arbeiten. Die Antriebe müssen dabei zuverlässig bei kaltem, Öl mit niedriger Drehzahl bei hohem Drehmoment und bei heißem Öl mit hoher Drehzahl bei niedrigem Drehmoment arbeiten. Der variierende Bauraum in der Ölwanne der ATG fordert dabei häufig Extreme: Einen kurz bauenden Motor mit großem Durchmesser oder das Gegenteil, einen eher lang gestreckten schlanken Motor. Als Basiskomponenten stehen daher die Motoren NAG3, IEP und DL382 mit Paketdurchmessern von 40 bis 76 mm und unterschiedlicher Länge zur Verfügung. So lassen sich Leistung, Drehmoment und Bauform den Anwender-Erfordernissen anpassen. Die Nassläufer-Motoren decken den Bereich von 100 mNm bis 2000 mNm bzw. 40 bis 500 W Abgabeleistung ab.

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