LONDON (Dow Jones/rm). Die Nachfrage in Europa soll bis 2014 wieder auf Vorkrisen-Niveau zurückkehren, teilte die ArcelorMittal SA am Freitag mit. Trotz allem würden Überkapazitäten als globales Problem bestehen bleiben und mit ihnen der Bedarf der Branche nach Konsolidierung.

2014 rechnet ArcelorMittal mit einer weltweiten Nachfrage von insgesamt rund 25 Mio Tonnen. Für das laufende Jahr lautet die Prognose auf 18 Mio Tonnen. 37% der weltweiten Nachfrage entfallen 2014 nach Angaben des Stahlherstellers auf China, 31% auf die restlichen Schwellenländer und 32% auf die Industrienationen.

ArcelorMittal verfügt über eine Produktionskapazität für rostfreien Stahl in Europa und Brasilien von 2,5 Mio Tonnen. 2009 hat der Konzern 1,45 Mio Tonnen an rostfreiem Stahl ausgeliefert. 2008 waren es noch 1,95 Mio Tonnen. Im vergangenen Jahr hatte die Sparte für rostfreien Stahl ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 258 Mio USD erzielt, verglichen mit 934 Mio USD 2008.

Vor einiger Zeit hatte ArcelorMittal mit dem Gedanken gespielt, die Sparte auszugliedern und als eigenständiges Unternehmen zu führen. Für das erste Halbjahr 2011 hofft der Stahlhersteller nun, dafür die Genehmigung des Board zu bekommen.