Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender von Bosch Rexroth, verkündete eine Umsatzsteigerung. - Bild:

Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender von Bosch Rexroth, verkündete eine Umsatzsteigerung. - Bild: Bosch Rexroth

Bosch Rexroth ist nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2014 gewachsen und erzielte einen Umsatz von rund 5,6 Milliarden Euro. Bereinigt steigerte das Unternehmen den vergleichbaren Umsatz des Vorjahres damit um 3,5 Prozent.

Laut Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender von Bosch Rexroth, ist es 2014 gelungen, trotz des schwachen Marktes seinen Umsatz zu steigern. Für das Geschäftsjahr 2015 rechnet Tragl nicht mit konjunkturellem Rückenwind: “Europa erholt sich nur langsam, und wichtige Wachstumsmärkte wie Brasilien zeigen keine Impulse. Für uns als führenden Anbieter von Komponenten und Systemen für mobile Arbeitsmaschinen wird es auch 2015 in China schwierig, da die Baumaschinenbranche dort erneut rückläufig ist.”

Das Wachstum in den USA zeigt sich dagegen stabil. Zudem kann Bosch Rexroth durch den Einstieg beim südafrikanischen Vertriebspartner Hytec eine gute Startposition in Afrika vorweisen. “2015 setzen wir den eingeschlagen Kurs fort. Auch in diesem Jahr arbeiten wir intensiv an der Wettbewerbsfähigkeit aller Bereiche”, sagte Tragl.

Bosch Rexroth setzt auf drei technologische Markttrends: Energieeffizienz, Maschinensicherheit und Vernetzung. Beim Thema Vernetzung, der sogenannten Industrie 4.0, sieht sich das Unternehmen als technologieübergreifenden Leitanbieter. “Alle Technologien müssen Industrie-4.0-fähig werden”, ist Tragl überzeugt.

In Europa konnte Bosch Rexroth seinen Umsatz im vergangenen Jahr in Summe um 4,6 Prozent steigern. In den Ländern außerhalb Deutschlands sogar um mehr als acht Prozent. Grund dafür seit ein starkes Wachstum in den Niederlanden, Großbritannien und Italien. In Deutschland dagegen stagniere der Umsatz entsprechend der allgemeinen schwachen Marktentwicklung.

Die Umsatzentwicklung in den USA verlief laut Unternehmen erneut erfreulich, so dass Bosch Rexroth auf dem amerikanischen Kontinent um mehr als drei Prozent wachsen konnte, trotz deutlicher Umsatzrückgänge in Brasilien. Und auch andere wichtige Wachstumsmärkte schwächelten 2014. “Vor allem in China und Russland war das Umfeld für die Investitionsgüterindustrie schwierig. Wir erwarten hier auch in diesem Jahr keine nennenswerten Impulse”, sagte Tragl.

Die Betrachtung nach Marktsegmenten zeigt besonders im Bereich der industriellen Anwendungen Umsatzsteigerungen. Hier wuchs der Antriebs- und Steuerungshersteller vor allem in den Branchen Elektronik und Halbleiter, Automotive und Werkzeugmaschinen sowie Energietechnik, Marine und Offshore. Bosch Rexroth konnte nach eigenen Angaben in diesen wichtigen Branchen Marktanteile gewinnen.

Mit Investitionen in Höhe von rund 112 Millionen Euro ist die Investitionsquote im Verhältnis zum Umsatz stabil geblieben. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen 2014 bei 340 Millionen Euro. Das entspricht mehr als sechs Prozent des Umsatzes und liegt damit traditionell über dem Branchendurchschnitt.

Bosch Rexroth beschäftigte 2014 weltweit rund 33.700 Mitarbeiter, davon rund 16.800 Mitarbeiter in Deutschland.

Bosch Rexroth / Stefan Weinzierl