Im Vergleich zu konventionellen Entstaubungsanlagen sind die CPC-Anlagen mit der PowerCore-Technik

Im Vergleich zu konventionellen Entstaubungsanlagen sind die CPC-Anlagen mit der PowerCore-Technik um bis zu 50 % kleiner. (Bild: Donaldson Filtration Deutschland GmbH)

Haan (rm). An die Entstaubung der Hydraulikfilter für Baumaschinen und Ölfilter für Verbrennungsmotoren werden hohe Ansprüche gestellt. Die Donaldson-Lösung vereint dabei lange Filterstandzeiten mit einem geringen Wartungsaufwand.

 Der Filterproduktionsprozess im tschechischen Havran startet mit dem maschinellen Zuschnitt und der Plissierung des speziellen Filterpapiers. Dann werden die vorgefertigten Filtereinsätze in Patronenform gebracht und mit dem Metall-Filtergehäuse verbunden. Vor allem beim Schneiden des Papiers entstehen große Mengen von Papierstaub, die zuverlässig abgesaugt werden müssen. Denn die Mitarbeiter dürfen  nicht durch Stäube belastet werden. Und die Filter selbst müssen partikelfrei sein, da Fremdstoffe später in den Ölkreislauf eindringen. Zudem ist Papierstaub entzündlich, wenn er in einem bestimmten Mischungsverhältnis mit Luft vorliegt.

Zu den Anforderungen an die Filteranlage, die AFSI festlegte, gehörten zudem eine möglichst kompakte Bauweise, eine lange Standzeit der Filter, eine hohe Energieeffizienz, ein einfacher Service sowie die Eignung für den Einsatz in staubexplosionsgefährdeten Bereichen. Fündig wurde man bei der PowerCore-Technik von Donaldson.

Entstaubungsanlagen, die mit dieser Filtertechnik ausgerüstet sind, können im Vergleich zu konventionellen Anlagen um bis zu 50 % kompakter ausgelegt werden: Für eine Anlage, die bisher mit 81 Filterschläuchen von 2,40 m Länge ausgestattet werden musste, werden jetzt nur noch zwölf Filter-Packs benötigt. Zugleich vereinfacht sich die Wartung der Filteranlagen: Wird bei konventionellen Entstaubungsanlagen ein Zeitaufwand von 10 min für den Austausch eines Filterschlauches zugrunde gelegt, soll sich dieser Zeitaufwand mit den Filter-Packs auf rund 2 min verringern.

In Testverfahren wurde laut Donaldson nachgewiesen, dass die Filter-Packs die Emissionen im Vergleich zu Standard-Filtertaschen aus Polyester um bis zu 78 % reduzieren. Erzielt wird dies zum einen durch das besondere Nanofaser-Filtermedium Ultra-Web. Damit wird eine höhere Staubkonzentration an der Oberfläche der Gewebekanäle erzielt, als dies mit konventionellen Gewebefiltern aus tiefenbelastetem Standard-540 g/m2-Polyester möglich ist.

Die Filter lassen sich mit geringem Energieaufwand abreinigen, wofür eine besondere  Impulsabreinigung zuständig ist. Zudem setzt sich weniger Material in der Tiefe des Filtermediums ab, so dass sich die Standzeit des Filter-Packs verlängert. Daneben führt die wabenartige Struktur der Filter-Packs zu einer verbesserten Strömungsführung, so Donaldson.

Gemeinsam mit Donaldson projektierte AFSI für jede seiner beiden Produktionslinien jeweils eine PowerCore-Anlage für einen Durchsatz von 4.500 und 7.000 m³/h. Beide Anlagen sind mit IPC(∆P)-Controllern in Staub-Ex-Ausführung, einer zusätzlichen Füllstandskontrolle im Trichter und einem zusätzlichen Lüfter an der Oberseite des Gehäuses ausgestattet.  Die Filteranlage in Atex-Ausführung ist gemäß der EG-Richtlinie 94/9/EG für die Staub-Ex-Zone 21 zugelassen.

Laut AFSI-Angabe ist nun die Produktion frei von Papierstaub. Alle Grenzwerte werden eingehalten und die Anlage benötigt nur wenig Wartung. Die PowerCore-Entstaubungstechnik von Donaldson kommt unter anderem auch in der Zement-, Schüttgut-, Kunststoff- und Holzherstellung zum Einsatz. Entsprechende Anlagen decken Volumenströme bis 34 000 m³/h ab.