Feintool

Feintool hat seine Halbjahresbilanz veröffentlicht. - Bild: Feintool

Vom 1. Januar bis 30. Juni 2015 erreichte Feintool mit 244 Millionen Franken. den Vorjahresumsatz trotz Gegenwind an der Währungsfront. Obwohl die Schweizer Standorte nach Unternehmensangaben unter der Franken-Euro Entwicklung litten, erzielte die Gruppe eine EBIT-Marge von sechs Prozent.

Die weltweite Automobilindustrie zeigte sich laut Feintool im ersten Halbjahr 2015 insgesamt erfreulich. Der nordamerikanische Markt verharrte auf dem hohen Vorjahresniveau; die Automobilproduktion in Europa zeigte sich gegenüber dem tiefen Vorjahr leicht erholt; der asiatische Markt blieb auf Wachstumskurs, wenn auch in leicht geringerem Ausmass. Schätzungen zufolge wuchs die weltweite Automobilproduktion im Vorjahresvergleich um ein Prozent.

Zufriedenstellende Geschäftslage

Währungsbereinigt stieg der Umsatz gruppenweit im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4,3 Prozent auf 243,7 Millionen Franken. Beide schweizerischen Fabrikationsbetriebe erlitten als Folge der Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro einen markanten Ergebnisrückgang in Höhe von 3,3 Millionen Franken.

Trotzdem erwirtschaftete die Gruppe insgesamt einen EBITDA von 28,3 Millionen Franken beziehungsweise ein operatives Ergebnis (EBIT) von 14,6 Millionen Franken. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 11,6 Prozent beziehungsweise einer EBIT-Marge von sechs Prozent.

Diese Entwicklung ist laut Feintool das Ergebnis der konsequenten Fokussierung auf das Feinschneiden und Umformen, der fortschreitenden Internationalisierung mit Produktionsstätten in allen grossen Automobilmärkten. Das Konzernergebnis belief sich in der Berichtsperiode auf 7,4 Millionen Franken.

Der freie Cash-Flow betrug -10,4 Millionen Franken. Darin enthalten sind Ausgaben für Investitionen, etwa in die eigene Infrastruktur oder für den Kauf eines neuen Produktionsbetriebes in Ost-Deutschland in Höhe von insgesamt 19,8 Millionen Franken.

Der Auftragseingang im Investitionsgütergeschäft sank in den ersten sechs Monaten um 4,1 Prozent auf 44,3 Millionen Franken. Allerdings konnte im zweiten Quartal - wenn auch auf tiefem Niveau - eine Steigerung von 9,6 Prozent verzeichnet werden.

Alle Segmente und Regionen positiv

Der Umsatz des Teilefertigungssegmentes System Parts erhöhte sich um 3,2 Prozent auf 211,9 Millionen Franken. Sämtliche Regionen sind in lokaler Währung weiter gewachsen. Währungsbereinigt stieg der Umsatz um 8.8%. Der Umsatzanteil Europas betrug 50,5 Prozent. Der USA-Anteil belief sich auf 39,4 Prozent, derjenige Asiens auf 10,1 Prozent. Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr sind stark durch die Umrechnung in Schweizer Franken beeinflusst.

Mit einem Dritt-Umsatz von 31,8 Millionen Franken trägt das Segment Fineblanking Technology 13 Prozent zum Umsatz der Gruppe bei.

Optimistischer Blick nach vorne

Feintool erwartet auch für die zweite Jahreshälfte eine grundsätzlich positive Geschäftsentwicklung. Basierend auf den heutigen Rahmenbedingungen scheint ein Umsatz von rund 500 Millionen Franken und eine EBIT-Marge zwischen sechs und sieben Prozent realistisch. Mittelfristig hält das Unternehmen an der Zielsetzung eines Umsatzes von 600 Millionen Franken und einer operativen Marge von acht Prozent fest.

Feintool / Stefan Weinzierl