Für die ableitfähige Schlauchfamilie PUR AS für den Einsatz in Ex-Bereichen liegen nun auch

Für die ableitfähige Schlauchfamilie PUR AS für den Einsatz in Ex-Bereichen liegen nun auch passende Einbindemöglichkeiten mit Schalen- und Presseinbandsystem vor. (Bild: Norres Schlauchtechnik GmbH & Co. KG)

Die ableitfähige Schlauchfamilie Puras der Norres Schlauchtechnik GmbH gibt es nun auch mit passenden Einbindesystemen Connect.
GELSENKIRCHEN (rm). Die seit letztem Jahr gültige Technische Regel TRBS 2153 (ehemals BGR 132) empfiehlt für Förderschläuche in ex-gefährdeten Bereichen die grundsätzliche Verwendung von leitfähigen/ableitfähigen Wandungsmaterialien.

Dafür liegt vom Hersteller bereits die ableitfähige Schlauchfamilie Puras ohne migrierende Antistatika vor. Nun gibt es für diese Schlauchfamilie auch die Einbindesysteme Connect 230, 231 und 232, mit denen sich Polyurethanschläuche für alle gebräuchlichen Anschlüsse einbinden lassen.

Mit den nun passenden Verbindungsmöglichkeiten von üblichen Armaturen an Polyurethanschläuche lassen sich Instandhaltungs-, Energie- und Prozesskosten reduzieren.

Bei den Schlauchfamilien Airduc, Protape und Barduc Puras kommt ein spezielles Wandungsmaterial zum Einsatz: Der damit hergestellte Schlauch erreicht eine permanent wirksame Ableitfähigkeit von < 109 Ohm und hat eine milchig-transparente Oberfläche, durch die das Fördergut sichtbar bleibt.

Bisher übliche leitfähige/ableitfähige Förderschläuche erzielen diese Vorgaben häufig nur durch migrierende Antistatika oder Ruße. Ein Problem dieser Antistatika ist aber, dass ihre Wirksamkeit nur durch Migration auf die Schlauchoberfläche gegeben ist, mit nachfolgender Ansammlung von Feuchtigkeit aus der umgebenden Luft.

Bei der Förderung von Feststoffen wird hier jedoch das auf die innere Oberfläche migrierte Antistatikum immer wieder abgetragen, was ein Auswaschen des Antistatikums mit dem Verlust der Ableitfähigkeit zur Folge hat. Darüber hinaus kann das Antistatikum von dem geförderten Produkt aufgenommen werden.

Ein weiteres Problem ist die konstitutionsbedingt schwarze Farbe der durch Ruß leitfähig eingestellten Schläuche. Diese verhindert zum einen die Sicht auf das zu fördernde Produkt und kann durch Abrieb Verunreinigungen in dem Fördergut hervorrufen.

Da der Wirkungsmechanismus zur Ableitfähigkeit nicht auf Migration beruht, bleiben sowohl Verunreinigungen des Fördergutes wie auch ein Nachlassen der ableitfähigen Wirkung aus.

Mit den Einbindesystemen lassen sich Polyurethanschläuche für alle gebräuchlichen Anschlüsse einbinden. Das Schaleneinbandsystem 230 für dickwandige Polyurethanschläuche eignet sich dabei zum Be- und Entladen von Silofahrzeugen. Es bindet den ableitfähigen Schlauch Airduc PUR 356 MHF-AS verstärkt mit einem Durchmesser von 100 mm ein, wobei die metallische Stützwendel fest mit dem Metallstutzen verbunden wird. Eingesetzt werden kann das lebensmittelechte und ableitfähige System dann gemäß TRBS 2153.

Mit dem Presseinbandsystem 232 und dem Schaleneinbandsystem 231 ergänzen zwei weitere Systeme die Verbindungsmöglichkeiten für die Schläuche der Aspur Familie. Das System 232 eignet sich besonders für die Lebensmittel-, Pharma- und Chemieindustrie, das System 231 kommt bei Anwendungen unter anderem in der Kunststoffindustrie zum Einsatz.

Bei der Montage der Systeme wird die metallische Einlage des Schlauches freigelegt und mit dem Schlauchstutzen kontaktiert. Durch das Spannen der Schalen beim System 231 oder dem Verpressen der Hülsen beim System 232 entsteht eine sichere ableitfähige Verbindung.

Das System 232 ist systemkompatibel zu den lebensmittelechten und ableitfähigen Schläuchen Airduc PUR 355 MHF-AS und Airduc PUR 356 MHF-AS. Das System 231 kommt in Verbindung mit den ableitfähigen Schläuchen Airduc PUR 355 AS und Airduc PUR 356 AS zum Einsatz.

Wegen der kompatiblen Einbindesysteme können in explosionsgefährdeten Bereichen bei fast allen Anwendungen die ableitfähigen Schläuche der AS PUR Familie gemäß der Forderung der TRBS 2153 eingesetzt werden.

Das Einbinden der Schläuche mit den speziellen Systemen hat mehrere Vorteile: Für außen gewellte Spiralschläuche werden bei den verschiedenen Anwendungen oft Schlauchschellen zur Verbindung mit Schlauchstutzen verwendet. Bei hohem Druck besteht jedoch immer die Gefahr des Herausrutschens der Stutzen oder einer zunehmenden Undichtigkeit des Systems. Gerade in den explosionsgefährdeten Bereichen ist dies eine nicht zu unterschätzende Gefahr.

Mit den Systemen Connect werden die gängigsten Kupplungs- und Verbindungssysteme wie Milchrohr, Aseptik, Tri-Clamp, Kamlok-, Storz- oder Tankwagen-Kupplungen, Los- und Festflansch schnell, einfach und sicher mit den Schläuchen der AS PUR Familie verbunden. Für den Anwender bedeutet das mehr Betriebssicherheit, längere Standzeiten und kürzere Montagezeiten.