Sensorik wächst stärker als andere Branchen 1

BERLIN (sp). Für das zweite Quartal erwartet die Sensorik-Branche einen Zuwachs von 7%. Auf das gesamte  Jahr hochgerechnet ergäbe sich ein Plus von 30% für die Sensorik und Messtechnik. Das wäre rund doppelt so hoch wie noch in der Januar-Umfrage prognostiziert. „Wir sind überrascht, wie erfreulich positiv sich der Branchenumsatz derzeit entwickelt“, sagt AMA-Geschäftsführer Dr. Thomas Simmons. Vergleicht man die Branche mit den gesamtwirtschaftlichen Prognosen des DIHK, so wächst die Sensorik und Messtechnik derzeit noch stärker als einige andere Wirtschaftszweige in Deutschland. 

„ Wir sind Innovationstreiber für nahezu alle Industriezweige. Ob Automobilindustrie, Automatisierungs- und Medizintechnik oder Windkraftanlagen, sie alle benötigen Sensoren und Messtechnik, um immer präziser, sicherer und effektiver zu produzieren. Zieht die Konjunktur an, wirkt sich das positiv auf die Absatz- und Umsatzzahlen unserer Mitglieder aus.“

Positiver Nebeneffekt der steigenden Nachfrage, es wird wieder investiert und eingestellt. Laut Statistik konnten die AMA- Mitgliedsunternehmen, die überwiegend kleine und mittlere mittelständische Unternehmen sind, die meisten Mitarbeiter während der zurückliegenden Krise mit Kurzarbeit im Unternehmen halten. Daraus ergibt sich jetzt in der Boomzeit ein Produktionsvorsprung. Laut AMA-Quartalsumfrage liegt die Kurzarbeit derzeit bei knapp 2%. Inzwischen werden Fachkräfte, insbesondere Ingenieurinnen und Ingenieure, wieder händeringend gesucht. „Viele unserer Mitglieder suchen talentierten Nachwuchs“, betont Simmons. „ Junge Ingenieure und Ingenieurinnen haben derzeit beste Chancen auf unbefristete Arbeitsverträge in der Sensorik und Messtechnik. Die Vorteile kleiner und mittlerer Betriebe sind häufig, dass man sich bereits als Berufseinsteiger gut einbringen kann und durch enge persönliche Beziehungen nicht bei jeder Krise gleich auf der sogenannten roten Liste steht.“