Fertigung von Elektromotoren für Hybridfahrzeuge bei Bosch am Standort Hildesheim: Nach Ansicht des

Fertigung von Elektromotoren für Hybridfahrzeuge bei Bosch am Standort Hildesheim: Nach Ansicht des VDMA kann Deutschland eine führende Rolle bei der Produktion von Kompononenten und Systemen für die Elektromobilität übernehmen (Bild: Bosch)

FRANKFURT (ks). „Die Produktionstechnik entscheidet darüber, ob die faszinierende neue Welt der Elektromobilität, wie sie auf der IAA zu bestaunen ist, auch Realität werden kann“, betonte Hartmut Rauen, Mitglied der VDMA-Hauptgeschäftsführung. „Denn eine für jedermann bezahlbare Elektromobilität steht und fällt mit der Kostenreduzierung in der Fertigung.“ Allein die Hälfte der Batteriekosten seien Fertigungskosten. Dies verdeutliche die Schlüsselposition des Maschinen- und Anlagenbaus für die Elektromobilität. „Wer den größten Beitrag zur Kostenreduktion leisten kann, wird das globale Rennen gewinnen“, so Rauen weiter. Genau hierin liege die Chance der deutschen Unternehmen. Hochautomatisierte Produktionslösungen „Made in Germany“ seien weltweit gefragt.

Maschinenbau profitiert

„Von der Elektromobilität profitiert nicht nur die Automobilindustrie“, unterstrich Rauen. So werde ein hocheffizienter Elektromotor in der industriellen Automatisierungstechnik oder in Arbeitsmaschinen gleichfalls gebraucht. Auch falle die herkömmliche Produktionstechnik in der Fahrzeugfertigung beileibe nicht abrupt weg. „Hybridkonzepte werden noch lange dominieren und haben auch einen Verbrennungsmotor“, so Rauen. „Parallel wird der Bedarf an Produktionstechnik für die neuen Fahrzeug- und Antriebskomponenten zunehmen“. So sei im Jahr 2020 für Anlagen zur Batteriezellen-Produktion mit Investitionen von bis zu 4,8 Mrd. Euro zu rechnen.

Innovationsnetzwerke stärken

„Der deutsche Maschinenbau wird seinen Beitrag leisten“, so Rauen. „Mit unseren Forschungsvereinigungen Antriebstechnik und Verbrennungskraftmaschinen haben wir weltweit führende Innovationsnetzwerke aus Industrie und Wissenschaft“. Aus allen relevanten Branchen seien hier 3.000 Industrieexperten aus über 400 Unternehmen engagiert. Aktuell würden auch die Produktionstechnik für Batteriezellen und Elektromotoren sowie Leichtbautechnologien verstärkt in den Fokus genommen. Auf solche Innovationsnetzwerke müsse gesetzt werden. „Dann kann Deutschland weltbester Produktionsstandort auch im Zeitalter der Elektromobilität bleiben“, so Rauen abschließend.