Limo2008-100818,ILS, Limo Lissotschenko Mikrooptik , Laserstrahlform, Lasertechnik

Besonderes Merkmal der Limo-Industrielasersysteme ist der neue intelligente Laserprozesskopf mit flexibler Strahlgeometrie und Intensitätsverteilung, der dank geregeltem, lokal begrenztem Energieeintrag für optimale Temperaturverteilung im Bauteil sorgt. Bild: Limo

 Strahlformungsexperte Limo Lissotschenko Mikrooptik bietet neue Industrielasersysteme für prozess-stabiles Durchstrahlschweißen von Kunststoffen für verschiedene Branchen. „Unsere Lösungen ermöglichen sogar das Schweißen von Automotive-Bauteilen aus glasfaserverstärktem Kunststoff, deren Schweißnähte einem Impulsdruck von bis zu 65 bar im Temperaturbereich zwischen −40 bis +125 °C standhalten müssen“, sagt Diplom-Ingenieur Peter Bruns, Leiter Applikation & Technischer Service bei Limo.

Besonderes Merkmal ist der neue intelligente Laserprozesskopf mit flexibler Strahlgeometrie und Intensitätsverteilung, der dank geregeltem, lokal begrenztem Energieeintrag für optimale Temperaturverteilung im Bauteil sorgt. Es lassen sich mit ihm unterschiedliche Strahlgeometrien erzeugen und komplexe 3D-Konturen schweißen. Dank der an die jeweilige Anwendung angepassten Strahlform können Qualität und Produktivität des Fügeprozesses gesteigert werden, heißt es. „Hinzu kommt die im Kopf integrierte Prozesskontrolle, die auf dem Zusammenspiel von präziser Temperaturmessung und Laserleistungsmessung basiert und somit Echtzeit-Regelung und -Diagnose ermöglicht“, so Bruns. „Weil wir wissen, was wir messen, funktioniert die Prozessregelung in einem sehr breiten Anwendungsbereich – etwa beim Kontur- oder Simultanschweißen von inhomogenen Kunststoffen.“

Eine Lösung ganz im Sinne von Industrie 4.0 wurde von Limo in Form eines Programms für den Laserprozesskopf entwickelt, das den Prozess regelt und den Schweißprozess überwacht. Bei einer Machine-to-Machine-Kommunikation über den Feldbus meldet das System bei jedem Bauteil, ob der Schweißvorgang ‚in Ordnung’ war – inklusive aller Schweiß-Parameter. So erhalte der Kunde dank geschlossenem Regelkreis und voller Inline-Qualitätskontrolle einen stabilen und schnellen Schweißprozess. Außerdem könne er die bei Sicherheitsteilen vorgeschriebene Dokumentationspflicht erfüllen.

Diese Anwendungen sind laut Limo ein Beispiel dafür, wie sich ein Laserunternehmen vom reinen Komponentenhersteller zum verantwortlichen Prozesslieferanten gewandelt hat. „Die meisten Aufträge starten bei uns mit einer Machbarkeitsstudie“, berichtet Peter Bruns, „gefolgt von einer seriennahen Erprobung in Vorserienproduktion.“ Dieses Prozess-Know-how von Limo kommt mittlerweile in vielen Bereichen an, so auch beim temperaturüberwachten Schweißen von Endlos-Kunststoff-Profilen mit angepassten Laserlinienverteilungen, dem porenfreien und spritzerlosen Verbinden von PC- und PMMA-Kunststoffteilen oder dem Fügen von Leichtbauteilen aus Faserverbundwerkstoffen.