Freudenberg Sealing Technologies Medizintechnik

Produktivität und Kostensensibilität werden im Gesundheitsmarkt weiter an Bedeutung zunehmen. Die vorhandenen Mittel müssen effizienter eingesetzt werden. Freudenberg Sealing Technologies entwickelt Materialien und Lösungen für die Medizintechnik, die auch harten Ansprüchen gerecht werden. Bild: Freudenberg Sealing Technologies

Dentalinstrumente sind filigrane Werkzeuge, die hohen Anforderungen genügen müssen. Dentalbohrer beispielsweise erreichen Drehzahlen von bis zu 400.000 U/min – mehr als ein Formel 1-Rennauto – und kommen häufig mit aggressiven Substanzen in Kontakt. Zugleich muss eine hohe Temperaturbeständigkeit der Miniatur-Bauteile gewährleistet sein, da sie im Autoklaven bei 135 °C thermisch desinfiziert werden. Dental Miniatur-O-Ringe von Freudenberg Sealing Technologies wurden genau für diese Anforderungen entwickelt, heißt es. Sie dichten an Kupplungen, Handstücken, Winkelstücken, chirurgischen Instrumenten oder Wechselaufsätzen gegen alle Medien zuverlässig ab. Spezielle Ausführungen arbeiten auch als Schwingungsdämpfer für Hochgeschwindigkeitsturbinen. Zusätzlich sorgen besondere Formdichtungen in Kupplungen dafür, dass der Durchgang von Luft, Flüssigkeiten und Licht in die Dentalturbine gewährleistet ist, so der Hersteller.

Auch in der Diagnostik ist eine hohe Medienbeständigkeit der eingesetzten Materialien unumgänglich. Ein Beispiel sind O-Ringe aus HNBR, FKM, EPDM oder Simriz in den Hochspannungserzeugern und Kühlsystemen von Computertomographen. Sie bieten eine hervorragende Dichtung, sind äußerst temperaturunempfindlich und selbst einem langjährigen Dauerbetrieb der Anlagen gewachsen, berichtet Freundenberg. Darüber hinaus setzen schnell rotierende Computertomographen gerade Elastomere starken Deformationen aus und stellen dadurch hohe Anforderungen an Haltbarkeit und Belastbarkeit. Ein weiteres Beispiel ist die Materialmischung für Ausgleichsmembranen in Röntgengeräten. Freudenberg Sealing Technologies bietet für alle bekannten Isolator-Öle im Markt nach eigenen Angaben die passende Medienbeständigkeit. Membrane, Dämpfungselemente, Bremselemente und Elastomerkupplungen werden speziell für ihren Einsatz in Röntgengeräten und Computertomographen entwickelt.

Der Laborbereich profitiere ebenfalls von der Materialkompetenz bei Freudenberg Sealing Technologies. Die für die Türen von Autoklaven entwickelten Dichtlippen aus Silikon sind leicht sauber zu halten, resistent gegenüber einem Dampfdruck von 4 bar und funktionieren auch bei 150 °C störungsfrei und dauerhaft, verspricht das Unternehmen. Rührwerke sind entweder mit Simmerringen oder der Radiamatic HTS II-Wellendichtring ausgestattet; eine Spezialentwicklung aus PTFE, die sich laut Firma durch eine geringe Reibung und niedrige Anpresskräfte der Lippe auf die Welle auszeichnet. Seine großen Vorteile sind die hohe Medienbeständigkeit und die totraumfreie Konstruktion bei einem Einsatz an Rührstäben, heißt es weiter. Maßstäbe habe das Unternehmen auch mit dem weltweit kleinsten Elastomer-Wellendichtring gesetzt. Der Micro-Simmerring kann drehende Wellen mit einem Durchmesser von einem Millimeter bei bis zu 10.000 U/min abdichten und wird unter anderem in Pumpen und Pipetten eingesetzt, die kleinste Mengen sehr genau dosieren müssen, teilt Freudenberg Sealing Technologies mit.