Der Technologiekonzern Linde wird das Werk der BMW Manufacturing Co. in Spartanburg, South Carolina,

Der Technologiekonzern Linde wird das Werk der BMW Manufacturing Co. in Spartanburg, South Carolina, mit Wasserstoff-Technologie für deren Gabelstaplerflotte versorgen. Über 85 Flurförderzeuge, die die Montagelinien mit Fahrzeugkomponenten beliefern, werden derzeit schrittweise von Batterie- auf Brennstoffzellenbetrieb umgerüstet.

MÜNCHEN (mg). Über 85 Flurförderzeuge, die die Montagelinien mit Fahrzeugkomponenten beliefern, werden derzeit schrittweise von Batterie- auf Brennstoffzellenbetrieb umgerüstet. Durch den Wasserstoffantrieb arbeitet dieser Teil der innerbetrieblichen Logistik von BMW künftig komplett emissionsfrei.

“Wir freuen uns, bei einem der größten Wasserstoff-Projekte dieser Art mit BMW zusammenzu-arbeiten”, erklärte Dr. Andreas Opfermann, Leiter Innovation Management der Linde Group. “Wir versorgen das Unternehmen mit nahezu CO2-frei erzeugtem Wasserstoff und einem besonders effizienten Betankungssystem. Dieses Projekt zeigt, welches Potenzial Wasserstoff-Anwendungen in der Intralogistik haben.”

Die Betankung an den sechs Versorgungsstationen erfolgt durch einen von Linde entwickelten ionischen Kompressor, der hohe Energie-Effizienz und hohen Durchsatz mit niedrigem Wartungs-aufwand und geringer Geräuschemission verbindet. Der verwendete Wasserstoff fällt als Neben-produkt einer chemischen Anlage an und wird von Linde durch Strom aus einem Wasserkraftwerk CO2-frei aufbereitet und verflüssigt.

Wo immer möglich, erneuerbare Energien einsetzen

“Wir haben eine klare Vision und wollen in unserem Werk, wo immer möglich, erneuerbare Energie nutzen”, sagte Josef Kerscher, Präsident von BMW Manufacturing. “Das Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Projekt bringt uns diesem ambitionierten Ziel einen großen Schritt näher.”

Für BMW bietet die Umstellung auf Wasserstoff viele Vorteile. So erfordert die Betankung der Brennstoffzellen-Stapler mit weniger als drei Minuten wesentlich weniger Zeit als ein Batteriewechsel, der rund 20 Minuten dauert. Der zwei Kilogramm fassende Wasserstofftank ermöglicht einen Betrieb der Geräte von 8-10 Stunden. Außerdem bleibt die Leistungsabgabe im Gegensatz zur Batterie über die gesamte Schichtdauer gleich hoch.

Durch den Wegfall der Batterie-Ladestationen wird der Stromverbrauch des Werks gesenkt, und es entfällt die Entsorgung der blei- und säurehaltigen Batterien.
Linde ist ein führender Anbieter von Wasserstoff-Betankungssystemen und hat bereits über 70 Wasserstofftankstellen in 15 Ländern ausgerüstet.