BERLIN (hi). Die Jury zeichnete das Unternehmen für das Projekt „Die Logistik zur Pipeline“, d. h. die Logistik zur Nord Stream-Gaspipeline durch die Ostsee vom russischen Wyborg bis nach Lubmin bei Greifswald in Deutschland, aus.

In seiner Laudatio fasste der Juryvorsitzende, Prof. Hans-Olaf Henkel, die Leistung zusammen: „Es handelt sich um ein Projekt von gigantischen Dimensionen. Riesige Mengen an Material waren auf dem Weltmarkt zu beschaffen und zu bewegen. Durch die Verlagerung von Produktionsschritten an den Anfang und das Ende der Großbaustelle wurden Materialflüsse minimiert. Durch Infrastrukturausbau in den Häfen konnten die Nutzung der Verkehrsträger optimiert und der Umschlag auf ein geringstmögliches Maß zurückgeführt werden.”

Henkel weiter. “Kurze Wege reduzierten Baustellenverkehre. Es wurden Emissionen eingespart. Es wurden Methoden und Techniken aus anderen Industriebereichen intelligent adaptiert. Es gab null Fehler in der Materialversorgung und bislang keinen Montagestillstand. Es wurden Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen geschaffen, die sehr wahrscheinlich langfristig erhalten werden können, da sich nach Projektende andere große Aufträge anschließen. Hier gab es Mut zu ungewöhnlichen Entscheidungen und ein hohes Maß an Zielerreichung. Die Jury votierte mit großer Mehrheit: Das ist vorbildlich. Das ist preiswürdig.“

Der Preisträger

Die Nord Stream AG ist der jüngste Preisträger, der in der Liste der Logistik-Champions seit 1984 verzeichnet ist. Gegründet wurde die Nord Stream AG am 2. Dezember 2005 als Nordeuropäische Gasleitungs-Gesellschaft und wurde im Oktober 2006 umbenannt in Nord Stream AG. Gesellschafter von Nord Stream sind mit 51 Prozent die russische Gazprom, die BASF SE/Wintershall Holding GmbH und E.ON Ruhrgas mit je 15,5 Prozent, die niederländische Gasunie und die französische GDF Suez mit jeweils 9 Prozent der Anteile. Nach Inbetriebnahme der Pipeline wird Nord Stream diese betreiben.