Bluhm Systeme Etikett

Etikett und Direktdruck im Vergleich: beide Methoden haben ihre Vorteile - Bild: Bluhm Systeme

Ist ein Direktdruck zur Kartonbeschriftung genauso gut geeignet wie Etiketten? Diese Frage lohnt es sich durchaus zu stellen, denn Inkjet-Drucker sind in puncto Verbrauchsmittel und Druckkosten deutlich günstiger als Etikettiermaschinen. Kennzeichnungsanbieter Bluhm Systeme hat beide Methoden hinsichtlich Druckschärfe, Flexibilität und Geschwindigkeit miteinander verglichen. Erfahren Sie in diesem Artikel, wann welches Verfahren empfehlenswert ist.

Karton etikettieren

Weiße Etiketten mit schwarzer Thermotransferdruck-Beschriftung erreichen eine exzellente Druckschärfe. Zudem gleichen sie Unebenheiten auf Wellpappe und Co. optimal aus. Beides ist vor allem dann wichtig, wenn auch externe Partner und Kunden Kennzeichnungen wie Barcodes oder Datamatrix-Codes fehlerfrei maschinell auslesen sollen. Oftmals fordern beispielsweise Handelskonzerne eine sehr hohe Druckqualität, die dem ANSI Code-Grade A entspricht.

Hinzu kommt, dass Etikettenspender flexibler sind als Inkjet-Drucker. Sie können die Ware seitlich, von oben und unten sowie übereck etikettieren. Selbst bei variablen Kartonhöhen etikettieren sie sehr positionsgenau. Durch ausfahrbare Spendestempel und berührungsloses Abblasen der Etiketten ist eine größere Entfernung zum Karton möglich. Die maximale Druckgeschwindigkeit beträgt 400 mm/s.

Karton bedrucken

Die Druckschärfe von Tinte auf Karton ist im Vergleich zu Etiketten meistens etwas geringer, da Pappe sehr saugfähig ist. Nichtsdestotrotz erreichen auch Piezo-Tintendrucker eine hohe Druckauflösung, die zum Beispiel für Kennzeichnungsaufgaben in der Lagerlogistik, Kommissionierung oder Qualitätssicherung ideal ist. Ob die Farbe und Qualität der Kartonage das gewünschte Druckbild zulassen, muss individuell geprüft werden.

Konkrete Vorteile des Direktdrucks liegen in der höheren maximalen Druckgeschwindigkeit (bis zu 1.000 mm/s) und niedrigeren Druckkosten (ca. 60 % weniger je 1.000 Drucke). Zugleich kann die Schriftbildgröße während des laufenden Druckprozesses gewechselt werden, was beim Etikettieren nicht möglich ist. Kartonflächen können seitlich oder von oben bedruckt werden, wobei der Druckkopf aber sehr nah an der Oberfläche installiert werden muss.

Fazit

Zwar sind Etikettendruckspender besonders flexibel, doch in vielen Anwendungsfällen erfüllt ein kostensparender Tintenstrahldrucker die Aufgabe ebenfalls. Im direkten Vergleich sind Etiketten besser maschinenlesbar und für die externe Logistik ideal. Hingegen arbeiten Inkjet-Drucker günstiger und schneller. Die Druckqualität ist für viele Anwendungen in der internen Logistik geeignet.

Die richtige Entscheidung hängt oft vom Einzelfall ab. Die Kennzeichnungsexperten von Bluhm Systeme beraten Sie gerne individuell und führen detaillierte Bestandsaufnahmen durch.