Materialfluss Logistik item

Der innerbetriebliche Materialfluss lässt sich mittels Lean-Methodik gezielt verbessern. - Bild: item

Nachdem wir uns in der Vergangenheit bereits Just in Sequence und dem FIFO-Verfahren im Detail zugewandt haben, rückt heute der innerbetriebliche Materialfluss als Ganzes in den Fokus: Wenn die Taktzeiten in der Produktion stetig kürzer werden, steigen folglich auch die Anforderungen an die Intralogistik. Diese zeichnet sich in ihrer modernen Form zwar primär durch eine flexible Materialbereitstellung aus, erschöpft sich jedoch nicht darin. Ebenfalls von entscheidender Bedeutung sind die Berücksichtigung ergonomischer Prinzipien und wartungsarme Komponenten.

Intralogistik nach Lean-Prinzip

Die Ideen des Lean-Verfahrens sind freilich nicht auf die Fertigung beschränkt, ganz im Gegenteil: Erst durch eine zeitgemäße Intralogistik, die jederzeit flexibel reagieren kann, ist eine effiziente Produktion möglich. Nur dann lassen sich Durchlaufzeiten senken und modifizierte Kundenanforderungen souverän umsetzen. Doch wodurch zeichnet sich innerbetrieblicher Materialfluss konkret aus? Dafür gilt Folgendes: Mit Intralogistik gemäß den Ideen der Lean Production erfolgt die Anlieferung und Weiterleitung von Material bedarfsgerecht.

Was die Umsetzung anbelangt, so haben sich eingängige Methoden bewährt. Eine gezielte Bestückung wird mit Wagen als Puffer sichergestellt. Leichtgängige Transportwagen kommen zum Einsatz, um Produkte und Material schnell weiterzuleiten. Um einzelne Arbeitsplätze zu vernetzen und somit Abläufe noch fließender zu gestalten, werden die Arbeitsstationen mittels Transportstrecken miteinander verkettet. All diese unterschiedlichen Herangehensweisen eint ein bestimmtes Ziel: Das Problem der Verschwendung wird direkt angegangen, in diesem Fall etwa vermeidbare Wartezeiten und zu hohe Lagerbestände. Innerhalb der Lean Production kommt der Bekämpfung der Verschwendung (auf Japanisch: „Muda“) eine derart große Rolle zu, dass sie sogar eine eigene Lehre zur Vermeidung enthält. Eine genaue Kenntnis der 7 Verschwendungsarten ist auch für einen effektiven innerbetrieblichen Materialfluss essenziell.

Die Rolle des Materials beim innerbetrieblichen Materialfluss

Daneben fußt moderne Intralogistik auf Komponenten, die sich sowohl durch Flexibilität als auch Robustheit auszeichnen. Betriebsmittel wie Wagen oder Regale müssen sich schnell und problemlos anpassen lassen. Ansonsten fallen zu lange Umbaupausen an. Auch Wartungsarbeiten stehen einem reibungslosen innerbetrieblichen Materialfluss im Wege. Eine Lösung wie das Profilrohrsystem D30 aus Aluminium von item, das speziell für Lean Production entwickelt wurde, kommt diesen Anforderungen optimal entgegen.

So kann ein einziger Werker mit nur einem Werkzeug Modifizierungen an den Betriebsmitteln vornehmen. Nachdem die Verbinder festgezogen werden, bleibt die Verbindung dauerhaft stabil und muss dementsprechend nicht nachgezogen werden. Es kommt deshalb zu keinen Störungen des Materiaflusses, sodass erhebliche Wartungskosten eingespart werden können.

Intralogistik und Ergonomie: Hand in Hand

Ohne den Faktor Mensch wäre eine Umsetzung des Lean-Gedankens ebenfalls nicht denkbar, so eben auch im Rahmen der Intralogistik. Nur der Werker vor Ort kann schließlich unmittelbar erkennen, wo Verschwendung geschieht und wie sich Prozesse noch weiter optimieren lassen – ganz im Sinne des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. An der Tatsache, dass es für diesen Ort mit „Gemba“ (dt.: eigentlicher Ort) eine eigene Bezeichnung gibt, wird deutlich, welche hohe Bedeutung ihm zukommt.

Daher sollte die Rolle der Mitarbeiter bei der Einführung einer schlanken Intralogistik ausdrücklich gefördert werden. Diese Wertschätzung der Mitarbeiter kann durch den Einsatz von ergonomisch ausgerichteten Komponenten noch gesteigert werden. Bei der Arbeitsplatzverkettung etwa ist es möglich, durch vollautomatisch transportierte und optimal positionierte Pick-Behälter sowie Bedienelemente zwei Ziele gleichzeitig zu erreichen: Neben einer schnellen Kommissionierung kommt es zu einer deutlichen Entlastung der Werker und somit zu weniger krankheitsbedingten Ausfallzeiten.  

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item Redaktion