von Klaus Hiemer

LANDSBERG. AutoID-Technik wie Barcode, RFID, mobile IT-Systeme oder Voice-Technologien bilden die Basis für die effiziente Planung, Optimierung und Steuerung logistischer Prozesse. Das Thema stellt einen Schwerpunkt auf der Intralogistik-Fachmesse Logimat in Stuttgart dar. „Nur mit Hilfe absolut verlässlicher und aktueller Daten kann der Warenfluss effizient geplant, optimiert und gesteuert werden. Die AutoID-Systeme bilden dabei die Quelle zur Gewinnung zuverlässlichen Datenmaterials“, heißt es von seiten der Messeleitung.

In der Identtechnik ist der Barcode die am meisten eingesetzte Auto-ID Technik in der Wirtschaft. Aber es entsteht Konkurrenz in Form von RFID (Radio Frequency Identification). Die Funkerkennung kann Daten über Sender und Empfänger berührungslos erfassen. Mit dieser Technologie verbinden Logistik-Experten große Potenziale. Prof. Dr.- Ing. Willibald A. Günthner, Leiter des Lehrstuhls für Fördertechnik und Logistik an der TU München: „RFID erlaubt erstmals, einen behälterbegleitenden Informationsfluss zu realisieren, der von externer Infrastruktur unabhängig ist und eine Grundlage für die dezentrale Steuerung von Materialfluss-Systemen bildet.“

Doch technologisch sind noch einige Hürden zu nehmen. Steffen Heinrich vom Produktionsmanagement-Spezialisten IPM führt ins Feld, dass Pulkerfassungen nicht immer die gewünschte Lesequote bringen und Metalle und Flüssigkeiten das Leseergebnis beeinflussen können.

Kurze Innovationszyklen und eine steigende Anzahl Produktvarianten sowie das Thema Energieeffizienz beeinflussen auch die Lagertechnik. „Ergänzend zu hardwaretechnischen Ansätzen gewinnen zunehmend softwareunterstützte Strategien für den Einsatz von Lagerverwaltungssystemen an Bedeutung, die die technischen Einrichtungen ressourcenschonend einsetzen“, schildert Mathias Thurm von der Ulmer Logistikberatung IWL.

Das Unternehmen realisierte kürzlich ein Automatiklager, dessen Regalbediengeräte mit rekuperativen Bremsen ausgestattet sind. Die beim Bremsen frei werdende Energie wird dabei umgewandelt und ins Stromnetz zurückgespeist.

Auch bei den Flurförderzeugen steht die Energieeffizienz im Fokus. „In der heutigen Technologie gibt es weitere Potenziale für die optimale Nutzung der eingesetzten Energie“, sagt Dr. Helmut Limberg, Vorstand Vertrieb der Jungheinrich AG. Neuartige Lithium-Ionen-Akkus könnten dafür sorgen, „dass künftig von der Steckdose bis zum Antrieb deutlich weniger Energie benötigt wird. Energieeffizienz ist für die Produzenten von Flurförderzeugen ein wesentlicher Treiber und zunehmend Wettbewerbsfaktor“, erklärt Dr. Limberg