Dieser Lagerlift stellt auf einer Höhe von 7,50 m, einer Breite von 2,89 m und einer Tiefe von

Dieser Lagerlift stellt auf einer Höhe von 7,50 m, einer Breite von 2,89 m und einer Tiefe von knapp 3 m Platz für insgesamt 60 Tablare (je 0,82 m Tiefe) bereit. (Bild: de Man Industrie-Automation GmbH)

BORGHOLZHAUSEN (rm). Die Lindner Gruppe, in den Bereichen Innenausbau und Fassadenbau tätig, lagert damit im Werk Arnstorf Umformvorrichtungen ein. Die Vorrichtungen für den Bereich Metalldeckenfertigung können jeweils mehrere 100 kg wiegen, was aber für den Lagerlift mit einer Nutzlast von 500 kg je Tablar kein Problem darstellt.

Die Lagerstrategie ist dabei flexibel. Durch ein elektronisches Höhenmesssystem im Raster von 25 mm werden alle einzulagernden Produkte gemessen und entsprechend im Lagersystem platziert. Auf diese Weise sind geringe Einlagerungsabstände möglich. Wegen seiner besonderen Technik verbraucht der Lagerlift bis zu 50% weniger Energie und ist damit umweltschonend und günstig im Betrieb.

Er stellt auf einer Höhe von 7,50 m, einer Breite von 2,89 m und einer Tiefe von knapp 3 m Platz für insgesamt 60 Tablare (je 2,44 m Breite und 0,82 m Tiefe) bereit. Die Gesamtgrundfläche beträgt dabei 7,84 m².

An der beleuchteten Bedienöffnung befinden sich alle Elemente, die zur Handhabung, Überwachung sowie zum Ein- und Ausschalten des Systems benötigt werden. Ein integriertes Personenschutz-Lichtgitter ist für die Sicherheit des Bedieners zuständig.

Der Lagerlift wird über eine integrierte Gerätesteuerung mit Touch-Bedienfläche betätigt. Diese Steuerung führt alle Grundfunktionen des Liftes aus. Dazu zählen alle Bewegungs- und Sicherheitsüberwachungsfunktionen und damit unter anderem auch die Anwahl der Träger über die jeweilige Trägernummer und die Trägerplatzverwaltung mit Höhenoptimierung.

Alle weiteren Funktionen zur eigenständigen Lagerverwaltung oder externen Host-Integration und Fernwartungs-Zugänglichkeit werden über die eingebaute Ethernet-Schnittstelle unterstützt. Um das große und schwere Lagergut komfortabler aufgeben zu können, ist eine Andockstation vorhanden, die als Verlängerung der Aufgabezone dient. Der Grundträger kann aus der Bedienöffnung herausgezogen und das Lagergut so direkt vom Stapler auf den Träger abgelegt werden.

Für den Einlagervorgang wird der Grundträger auf der Andockstation mit dem Lagergut bestückt und manuell über Rollen in das Ein-/Ausgabefach bis auf Einlagerposition geschoben. Am Bediengerät wird die Nummer des Grundträgers eingegeben und der Einlagervorgang gestartet.

Die Ein-/Auszugseinheit an der Hubstation zieht den Grundträger über zwei durch Ketten bewegte Nocken auf die Hubstation. Während des Einzuges misst eine elektronische Einheit die Höhe des Lagergutes. Die Steuerung ermittelt anschließend automatisch die richtige Einlagerposition, wobei das Raster-Höhenmaß von 25 mm berücksichtigt wird. Die Hubstation fährt auf die nächste freie Einlagerposition und schiebt danach den Grundträger auf die Regalschienen der Lagerposition.

Für den Auslagervorgang wird am Bediengerät die Nummer des auszulagernden Grundträgers eingegeben und der Auslagervorgang gestartet. Die Hubstation fährt auf die Ebene der Lagerposition im Lagerlift und zieht den Grundträger mit Lagergut anschließend über die Ein-/Auszugseinheit aus den Regalschienen.

Der Grundträger wird in Ebene des Ein-/ Ausgabefaches verfahren und nachfolgend automatisch in das Ein-/Ausgabefach bewegt. Nun kann der Grundträger manuell auf die Andockstation gezogen und das Lagergut entnommen werden.

Durch eine Fahrgeschwindigkeit von 1,0 m/s horizontal und 0,6 m/s vertikal verläuft der Einlager- bzw. Auslagerprozess schnell und komfortabel. Da das Lagersystem modular konzipiert ist, lässt es sich jederzeit erweitern und ausbauen. Neben der Standardversion gibt es auch eine erweiterte Ausführung mit verfahrbarer Achse sowie eine reinraumtaugliche Variante. Alle Modelle können mit Zusatzoptionen wie einer Fördertechnikanbindung oder in Kombination mit einem Roboter zum Be- und Entladen ausgestattet werden.

In jedem Fall ist eine flexible Anpassung an die jeweiligen Anforderungen machbar. Dies betrifft die Höhe des Systems, die Anzahl der Module, die Art des Lagergutes und eine schnellere Ausführung der Hubachsen. Ebenso machbar sind die Erweiterung der Entnahmeöffnung oder die individuelle Kombination mit beispielsweise einem Barcode-Scanner oder einem Pick-by-Voice/Pick-by-Light.

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