Die deutsche Verkehrs- und Logistikindustrie setzt sich für wettbewerbsfähigere Betriebszeiten an deutschen Verkehrsflughäfen ein.

FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Um dieses Ziel zu erreichen, gründeten die Lufthansa Cargo AG, der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV), der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Speditions- und Logistikverband Hessen/Rheinland-Pfalz, das Board of Airline Representatives in Germany (BARIG) und der Air Cargo Club Deutschland laut einer Mitteilung vom Donnerstag die Initiative “Die Fracht braucht die Nacht”.

Nachtflüge seien ein wichtiger Bestandteil für funktionierende globale Logistikketten, sagte der ehrenamtliche Geschäftsführer Ewald Heim. Politik und Öffentlichkeit sollen verstärkt über die Bedeutung der Luftfracht für die exportabhängige deutsche Wirtschaft sensibilisiert werden. Rund 40% des Wertes heimischer Ausfuhren würden über den Luftverkehr in die ganze Welt transportiert.

Die Rechtsprechung hat nach Einschätzung der Initiative in den vergangenen Jahren in Deutschland zu einer zunehmend einseitigen Interessensabwägung geführt. Absolute Nachtflugverbote seien eine Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Flughäfen und der gesamten exportorientierten Industrie, hieß es. Alle wichtigen europäischen Luftverkehrsdrehkreuze, die mit dem Standort Deutschland im Wettbewerb stünden, wie Amsterdam, Paris, London oder Madrid, würden wirtschaftlich notwendige Nachtflüge gewährleisten.

Dies gilt den weiteren Angaben zufolge in erhöhtem Maße für die Flughäfen in der Golfregion, die mit Deutschland im Transkontinentalverkehr zwischen Asien und Europa oder Asien und Amerika konkurrieren.

Lufthansa-Cargo-Vorstandsvorsitzender Carsten Spohr forderte die Bundesregierung deswegen auf, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. “Nur so können Unternehmen langfristig am Standort investieren”, sagte er.