BERLIN (hi). Das Kooperationsprojekt des LCG und der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS analysiert mit Hilfe statistisch verfügbarer Basisdaten Warenströme und Importmengen nach Tonnage, Wert und Herkunftsland. Ziel ist es, mehr Transparenz in die sich verändernden Abläufe zwischen BRIC-Staaten und Europa mit Schwerpunkt Deutschland zu ermöglichen, die sich im Zuge der wachsenden Globalisierung ergeben.

„Der ISD ist ein ideales Werkzeug für den deutschen Logistiksektor, um schnell auf Marktveränderungen zu reagieren“, sagte Jan Heitmann, Geschäftsführer des LCG. Denn deutsche Logistikdienstleister können die aktuellen Erhebungen nutzen, um Rückschlüsse aus den seismografischen Daten für Anpassungsmaßnahmen zu ziehen. Auch Detthold Aden, Präsident des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe e. V. (ZDS), begrüßte die Einführung des Kooperationsprojekts: „Bislang konnten wir nur auf deutlich ältere Daten zugreifen. Durch den kürzeren Erhebungszeitraum können wir unsere Geschäfte nun besser und zeitnah steuern.“

Der quartalsweise erscheinende ISD untersucht und differenziert Warenarten und -mengen, Transportwege und Umschlagstandorte, europäische Anlaufstationen und Transitländer sowie über den Transport hinausgehende Logistikdienstleistungen.

„Die Analyse gibt daher nicht nur Aufschluss über Mengenwachstum oder -rückgang einzelner Warengruppen, sondern zeigt auch Veränderungen der Warenströme nach Herkunftsland auf“, so Dr. Christian Kille, Leiter Geschäftsfeld Markt bei der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS. Zusätzlich erkennt der ISD Mengenverlagerungen auf andere Logistikstandorte oder Verkehrswege. Daraus lasse sich ableiten, wo sich die deutsche Infrastruktur zusätzlich verbessern lassen kann.