Rein und raus in 69 Sekunden 1

Routenzüge bewähren sich als sparsame Methode zur Materialverteilung in immer mehr Betrieben. Das Entnehmen der leeren Box und das Einladen neuer Lieferungen allerdings gestaltet sich oftmals noch sehr aufwändig: Bei starker Nutzung der Züge sind allein damit zwei bis drei Personen beschäftigt, die sich zudem aufgrund der hohen körperlichen Belastung abwechseln müssen. Die auf die Entwicklung von Routenzuglösungen spezialisierte CSP Cut Systems Pfronstetten GmbH hat daher jetzt eine Station entwickelt, in der die Anhänger selbsttätig be- und entladen werden. Der Fahrer steuert den Prozess nur noch, Sensoren, Kettenförderer und Hubeinrichtungen übernehmen den Rest. Das Verfahren, das sich für Zuladungen bis 1.000 kg je Ladungsträger eignet, entlastet aber nicht nur die Mitarbeiter, es ist auch mit rund 69 Sekunden von Ankunft bis Abfahrt fast doppelt so schnell wie die manuelle Methode.   

Das neue Verfahren basiert auf jeweils fünf Be- und Entladeeinheiten, die sich entlang von zwei Strecken für Querverschiebewagen (QVW) gegenüber stehen. Der Routenzug fährt zwischen diese beiden Abfertigungsstraßen bis zu einer vorgegebenen Position. Zusätzlich verfügen die einzelnen Ladeportale über Diagonalsensoren, mit denen sie den zugehörigen Anhänger auf 0,5 mm genau ausmessen und sich anhand dieser Messung mit einer Präzision von 0,1 mm zum Wagen ausrichten können. So wird selbst bei gewissen Abweichungen in der Positionierung des Zugs ein störungsfreier Ablauf gewährleistet. Auch erkennt die Sensorik, wenn weniger als fünf Wagen angehängt sind, so dass die nicht besetzten Einheiten entsprechend nicht angesteuert werden.

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