KH Profil

So geht Nachhaltigkeit im Maschinenbau: Das KH-Profil kann eine deutliche Einsparung an CO2 und Primärenergie vorweisen. - Bild: item

| von item Redaktion

Aufgrund von Faktoren wie durchgängiger Modularität, geringem Gewicht und einfacher Verbindungstechnik („Schrauben statt Schweißen“) wartet die Konstruktion mit Aluminiumprofilen mit vielen Vorteilen auf. Doch es gibt auch Fälle, in denen sich der Blick auf eine metallfreie Alternative lohnt: Aus diesem Grund findet sich in der Auswahl des MB Systembaukastens von item Industrietechnik das KH-Profil aus einem Verbundwerkstoff.

Dieser setzt sich zu 70 Prozent aus Holz aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung mit PEFC-Siegel und zu 30 Prozent aus thermoplastischem Kunststoff (Polypropylen) zusammen. Das KH-Profil ist für Unternehmen, die großen Wert auf Nachhaltigkeit im Maschinenbau im Allgemeinen und auf die Verbesserung ihrer CO2-Bilanz im Besonderen legen, äußerst relevant. So besteht es nicht nur zu einem Großteil aus einem nachwachsenden Rohstoff: Mit einer CO2-Äquivalente von 3,6 kg weist das KH-Profil zudem im Vergleich zu Aluminium eine CO2-Einsparung von 91 Prozent auf. Hinzu kommt, dass das Spezialprofil auch bei der Herstellung der Primärrohstoffe vorne liegt: Gegenüber Aluminium liegt eine Einsparung von 76 Prozent an Primärenergie vor.

 

Nachhaltigkeit und weitere Vorteile des KH-Profils für den Maschinenbau

Wer auf Nachhaltigkeit im Maschinenbau setzt, für den empfiehlt sich also grundsätzlich das KH-Profil. Doch das eingesetzte Konstruktionsprofil muss natürlich zum jeweiligen Projekt passen. Einen detaillierten Vergleich zwischen klassischem Aluminiumprofil und dem nachhaltigen KH-Profil finden Sie in der kostenfreien Werkstoffkunde von item Industrietechnik.

Wenn man es mit einer überschaubaren Belastung zu tun hat, sind das gute Voraussetzungen für den Einsatz des KH-Profils. Auch bei der Konstruktion von mobilen Betriebsmitteln in der Produktion lässt es sich aufgrund seines im Vergleich zu Aluminiumprofilen noch einmal reduzierten Gewichts optimal einsetzen. Beispiele hierfür sind mobile Montagewagen oder rollbare Werkzeugablagen. Auch der Faktor Ergonomie spielt eine Rolle: Bei einer Oberflächentemperatur von 20 Grad wird Aluminium immer als kälter empfunden, da es Wärme schneller ableitet.

Besteht also beim Aufbau ein direkter Hautkontakt, so arbeitet es sich mit dem KH-Profil angenehmer. Hierzu gibt es eine interessante Beobachtung aus der Praxis: Bei einem Unternehmen wurden in der Fertigung Betriebsmittel und Gestelle aus Stahl und Aluminium eingesetzt, mit denen die Mitarbeiter häufig unmittelbaren Hautkontakt hatten. In dieser Abteilung gab es vermehrte Krankheitsausfälle aufgrund von Blasenentzündungen.

Daher wurden diverse Umbaumaßnahmen initiiert, um die Situation zu verbessern, darunter auch die Verwendung von KH-Profilen an den Stellen, wo oft Hautkontakt bestand. Die Ergebnisse sprechen für sich: Es kam zu einer eindeutigen Reduzierung der Krankentage.

Hier haben Aluminiumprofile die Nase vorn

Im Allgemeinen eignen sich Aluminiumprofile für hochbeanspruchte Anwendungen besser. Hinsichtlich anderer Belastungen kommt es ganz auf deren konkrete Beschaffenheit an: Auch eine Konstruktion mit KH-Profilen kann statische Belastungen dauerhaft tragen.

Wie sieht es jedoch aus, wenn zur Belastung noch Bewegung hinzukommt, etwa durch einen auf die Konstruktion montierten Roboterarm, eine Lineareinheit oder eine schwer beladene Konstruktion, die über unebenen Boden bewegt wird? Dann sollte man lieber Aluminiumprofile verwenden, da diese für solche dynamischen Belastungen aufgrund ihrer Materialeigenschaften besser geeignet sind. Hier zeigt sich exemplarisch die Flexibilität und Vielfalt der item Welt.

Aufgrund ihrer Kompatibilität über die Nut 8 sind Aluminium- und KH-Profile auch kombinierbar. Dafür gibt es zwei mögliche Gründe. Entweder geht es darum, Gewicht einzusparen oder zu berücksichtigen, dass Werker in Kontakt mit dem Werkstoff kommen, wie beim obigen Beispiel. Ist Letzteres der Fall, so rücken Stellen in den Fokus, an denen Stoßgefahr besteht oder jemand ein Profil zwecks Verschiebung anfassen muss. Dann ist es empfehlenswert, einen Aufsatz aus KH-Profilen hinzuzufügen.

Wenn es dagegen vor allem um Stabilität geht, sind Aluminiumprofile die beste Wahl. Ein wichtiger Faktor ist auch die isolierende Eigenschaft des KH-Profils, die Strom am Fließen hindert. Aluminium hingegen weist eine sehr gute Permittivität auf. Hat man es also bei einem Aufbau oder einer Maschine mit hohen Spannungen zu tun, so lässt sich mit dem KH-Profil eine Isolierung bewirken. Dies ist ein typischer Anwendungsfall für die Kombination von Aluminium- und KH-Profilen.

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